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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Primstal-Radweg Dr. Hanspeter Georgi: Bauarbeiten zum vierten Abschnitt beginnen

Pressemitteilung vom 04.05.2018 - 10:45 Uhr

Bei einem gemeinsamen Spatenstich am Donnerstag, 3. Mai, haben Wirtschaftsstaatssekretär Jürgen Barke und der Bürgermeister der Gemeinde Schmelz, Armin Emanuel, den Spatenstich zum vierten Abschnitt des Primstal-Radwegs Dr. Hanspeter Georgi gesetzt. Auf einer Länge von 1,2 km wird entlang der L145 zwischen Limbach und Schattertriesch ein straßenbegleitender Rad- und Gehweg gebaut. Im gleichen Zuge erhält auch die Fahrbahndecke der Landstraße eine Erneuerung.

„Mit der Fertigstellung des Primstal-Radwegs Dr. Hanspeter Georgi binden wir das nördliche Saarland sukzessive an das touristische Radwegenetz an“, so Barke. „Mit dem Primstal-Radweg schaffen wir aber nicht nur einen Lückenschluss im touristischen Wegesystem, sondern werten auch das Alltagsradwegenetz der Gemeinde Schmelz auf. Zwischen Schattertriesch und Limbach wird so eine wichtige und sichere neue Verbindung für Fußgänger und Radfahrer geschaffen.“

Im Primstal gibt es nur auf einigen Teilabschnitten für den Radverkehr nutzbare Radwege. Zwischen gut ausgebauten Streckenabschnitten müssen die Radfahrer auf teilweise kurvigen, unübersichtlichen und stark befahrenen Bundes- und Landstraßen im Mischverkehr mitfahren. Hier entsteht mit dem Primstal-Radweg in seinem Gesamtkonzept als straßenbegleitender Rad- und Gehweg eine sichere Fahrbahn für Radfahrer. Wenn er fertiggestellt ist, verbindet der Primstal-Radweg die wichtigsten touristischen Regionen des Naturparks Saar-Hunsrück mit dem SaarRadland sowie dem bei Hermeskeil bereits fertiggestellten Ruwer-Hochwald-Radweg in Rheinland-Pfalz. Für die Region trägt der Primstal-Radweg daher zu einer echten Attraktivitätssteigerung des Radtourismus bei.

Bürgermeister Armin Emanuel: „Mit dieser Baumaßnahme wird ein jahrzehntelanger Wunsch der Bevölkerung der Gemeinde Schmelz endlich umgesetzt und die Verkehrssituation im Bereich ‚Schattermühle‘ entscheidend verbessert. Ich hoffe, dass die noch fehlenden Teilstücke zwischen Limbach und Büschfeld und in der Ortslage Schattertriesch zeitnah umgesetzt werden können.“

Neben dem Neubau des Rad- und Gehweges wird auch eine Engstelle im Kurvenbereich der Scharter Mühle beseitigt, die bislang als Gefahrenstelle galt. Dort können Busse und Lkw derzeit nicht gleichzeitig passieren. Die beiden Durchlässe nördlich und südlich der Mühle müssen aufgrund der Aufweitung der Fahrbahn und des Radwegebaus verbreitert werden. Sie können aus technischen Gründen nicht ergänzt, sondern müssen erneuert werden. Hier muss daher auch eine Haupttrinkwasserleitung der Gemeinde Schmelz verlegt werden.

Die Arbeiten an der L145 werden teilweise unter halbseitiger Sperrung oder unter Vollsperrung der Strecke ausgeführt. Die Umleitungstrecke ist über Nunkirchen vorgesehen. Die Bauarbeiten sollen Ende des Jahres abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme belaufen sich auf rund zwei Mio. Euro. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr trägt die Hälfte der Kosten aus Mitteln der Tourismusförderung.

HINTERGRUND:

Im Frühjahr 2009 wurde im ersten Bauabschnitt des Primstal-Radwegs zwischen Bierfeld und der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz ein Forstweg auf einer Länge von 3,5 km zum Rad- und Gehweg ausgebaut. Im Herbst 2012 wurde der zweite Bauabschnitt des Primstal-Radwegs bei Nonnweiler auf einer Länge von 3,2 km fertiggestellt. Der dritte Abschnitt des Primstal-Radwegs wurde  im Juni 2017 für den Radverkehr freigegeben. Der straßenbegleitende kombinierte Rad- und Gehweg verläuft linksseitig entlang der L147 auf einer Länge von rund 2,6 km bis zum Ortseingang von Primstal.

Weitere, in der Planung befindliche Abschnitte:

• Abschnitt von Limbach bis Büschfeld, auf stillgelegter Bahntrasse entlang der L333, Länge ca. 2,9 km, Baukosten: ca. 730.000 Euro;
• Abschnitt Schattertriesch bis Steinbruch Michelbach, Länge ca. 890 m, Baukosten: ca. 800.000 Euro;
• Abschnitt Büschfeld bis Bardenbach, ebenfalls auf einer stillgelegten Bahntrasse, Länge ca. 1,6 km, Baukosten: ca. 500.000 Euro.