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Landesbetrieb für Straßenbau
 

Großprojekte bringen deutliche Verbesserungen für den Straßenverkehr

Medieninformation vom 30.08.2018

30.08.2018
Nach gut drei Jahren Bauzeit ist die Autobahn A8 zwischen Merzig-Weiler und Merzig Schwemlingen nun zweispurig befahrbar.
Nach gut drei Jahren Bauzeit ist die Autobahn A8 zwischen Merzig-Weiler und Merzig Schwemlingen nun zweispurig befahrbar.

Viel Aufmerksamkeit für die A8 zwischen Saarlouis und Merzig: Dort war Verkehrsministerin Anke Rehlinger am Donnerstag, 30. August, gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer unterwegs. Gleich zwei große Straßenbauprojekte standen auf der Tagesordnung. In Dillingen setzten Scheuer und Rehlinger gemeinsam den Spatenstich zum Ersatzneubau der Saarbrücke. Am frühen Nachmittag ging es auf der A8 weiter in Richtung Luxemburg, wo die offizielle Verkehrsfreigabe der A8 zwischen den Anschlussstellen Merzig-Wellingen und Merzig-Schwemlingen anstand. „Wir sorgen dafür, dass die Saarländer Zeit und Nerven im Straßenverkehr sparen. Auf der A8 heißt es ab heute wieder: freie Fahrt. Und auf der Ortsumgehung Saarlouis-Roden an der B51 wird jetzt alles dafür vorbereitet. Mehr Lebensqualität, saubere Luft und sichere Straßen – davon profitieren Anwohner, Pendler und Wirtschaftsverkehr gleichermaßen“, so der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Saarbrücke und Ortsumgehung Roden

Der Ersatzneubau der Saarbrücke im Autobahndreieck Saarlouis stellt eines der bedeutendsten Projekte im Bauprogramm des Bundes für das Saarland dar. Die Baumaßnahme ist gleichzeitig Teil des Neubaus einer Ortsumfahrung für den Saarlouiser Ortsteil Roden. 
„Die A8 ist eine wichtige Verbindung in die angrenzende Großregion und eine Hauptverkehrsachse für den Schwerlastverkehr. Das führt natürlich zu besonderen Belastungen für unsere Straßen. Damit gerade die Brückenbauwerke diesen auch standhalten können, müssen wir sie fortlaufend an die gültigen Vorschriften anpassen. Da eine Sanierung wirtschaftlich nicht darstellbar war, ist ein Ersatzneubau für die Saarbrücke unumgänglich“, sagte Verkehrsministerin Rehlinger beim Spatenstich. „Mit dem Neubau einer Ortsumgehung für Roden schlagen wir hier jedoch zwei Fliegen mit einer Klappe“, so Rehlinger weiter. Die Gesamtmaßnahme umfasst neben dem Ersatzneubau der Saarbrücke auch den Neubau einer Brücke über die B51 im Zuge der Ortsumgehung Roden und die Anpassung des Autobahnabschnittes an die in Höhe und Lage veränderte Trasse. Da die Planung zum Brückenersatzneubau erhebliche Auswirkungen auf die Teilumgehung für Roden hat, müssen beide Maßnahmen zwangsläufig aufeinander abgestimmt werden.

Im Schnitt durchfahren täglich bis zu 16.500 Kraftfahrzeuge die Ortslage Saarlouis-Roden. Anke Rehlinger: „Mit der Ortsumgehung wird nun die Abgas- und Lärmbelästigung für die Rodener hoffentlich spürbar sinken.“

Der neue Streckenabschnitt führt auf dem bestehenden Hochwasserschutzdamm und einer Länge von rund 2.500 Metern zweispurig parallel zur Saar in nordwestlicher Richtung, überquert den Ellbach und verläuft in den Rodener Wiesen weiter auf dem Damm bis zur A8. Dort wird er unter der Autobahn hindurch nordöstlich entlang des Böschungsfußes der A8 fortgeführt und schließt im Bereich der Einmündung B51/Hafenstraße an das bereits ausgebaute Teilstück der B51 am Röderberg an. Die Gesamtkosten für den Ersatzneubau der Saarbrücke und der Ortsumgehung Roden belaufen sich auf voraussichtlich rund 57 Mio. Euro. Die gesamte Baumaßnahme soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein.

Zweispuriger Ausbau der A8 bei Merzig

Auch der Teilabschnitt der A8 zwischen den Anschlussstellen Merzig-Wellingen und Merzig Schwemlingen genügte den Anforderungen an eine überregionale Verbindungsstraße für die Industrieräume im Südwesten Deutschlands nicht mehr. Das 3,5 km lange Teilstück stellte als einspurig geführte Strecke ein echtes Nadelöhr für die täglich rund 22.000 Fahrzeuge dar. In gut drei Jahren Bauzeit wurde der Teilabschnitt der A8 daher zweispurig ausgebaut.

Für die Verkehrsministerin trägt die Beseitigung dieser Engstelle wesentlich zur höheren Verkehrssicherheit auf der A8 bei. „Insbesondere bei Unfällen oder Arbeitsstellen, die eine Sperrung der Autobahn erforderlich machten und eine Umleitung über das Landstraßennetz zur Folge hatten, profitieren die Autofahrer nun von der zweispurigen Verkehrsführung, da der Verkehr dann auf der Autobahn verbleiben kann. Das bringt nicht nur eine Zeitersparnis und Entlastung für die Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Anwohnerinnen und Anwohner in den zuvor betroffenen Ortslagen.“

Im Zuge des zweispurigen Ausbaus wurden weitere Baumaßnahmen umgesetzt. Neben der Komplettierung der Strecke auf insgesamt 6,1 km wurde auch der Parkplatz Weiler-Süd ausgebaut und die Zahl der Lkw-Stellplätze von 22 auf 27 erhöht. In Fahrtrichtung Luxemburg wurden im Bereich der Ortslagen Schwemlingen und Weiler drei Lärmschutzeinrichtungen mit einer Länge von rund 2,2 km errichtet. Darüber hinaus wurden die vorhandenen Fahrbahnbefestigungen erneuert.

Die Maßnahme ist im Straßenbauplan des Bundes mit 44,1 Mio. Euro veranschlagt; wobei es gelungen ist, sie mit Kosten in Höhe von rund 42,5 Mio. Euro umzusetzen. Insgesamt investiert der Bund 2018 knapp 111 Mio. Euro einschließlich des Betriebsdienstes in die saarländischen Bundesfernstraßen.