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Politik & Verwaltung
 

Delegation aus Shanghai zu Gast in der Staatskanzlei: Auftakt zu Kooperation im Bereich Forschung und Innovation

Pressemitteilung vom 22.02.2019 - 12:33 Uhr

Am 21. und 22. Februar 2019 besucht eine hochkarätig besetzte Wirtschaftsdelegation aus Shanghai das Saarland.

Die hochkarätig besetzte Wirtschaftsdelegation aus Shanghai mit Ammar Alkassar.
Die hochkarätig besetzte Wirtschaftsdelegation aus Shanghai mit Ammar Alkassar.

Die Wirtschafts- und Finanzsenatorin Ms. Yuying Shang, die zugleich stellvertretende Ministerpräsidentin Shanghais ist, führt auf Einladung des Bevollmächtigten für Innovation und Strategie, Ammar Alkassar, eine Delegation an, die mit saarländischen Vertretern aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammentrifft, um sich über gemeinsame Vorhaben im Bereich der Innovations- und Forschungspolitik auszutauschen.

Am 21. Februar besuchte die Delegation nachmittags das Saarbrücker Schloss, informierte sich über dessen Geschichte und wurde vom Minister für Finanzen und Europa Peter Strobel in der saarländischen Landeshauptstadt begrüßt.

Am Vormittag des 22. Februar wurde die Delegation vom Bevollmächtigten Ammar Alkassar in der Staatskanzlei empfangen. Ziel des Gesprächs war die Abstimmung einer weitreichenden Kooperation und langfristiger Partnerschaft zur Realisierung gemeinsamer Vorhaben, insbesondere im Bereich der Künstlichen Intelligenz.

Weitere Punkte des Besuchsprogramms der Delegation am 22. Februar in Saarbrücken waren der Besuch des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), der Zentrums für Mechatronik und Automatisierungstechnik (ZeMA) sowie ein Austausch zwischen der Delegation und weiteren Vertretern der saarländischen Hochschulen und Innovationsunternehmen.

Die saarländische Landesregierung verfolgt eine kohärente China-Strategie zum beiderseitigen Nutzen. Gemeinsam mit den chinesischen Partnern soll eine nachhaltige Kooperation in den Bereichen Innovation, Technologie und Startups aufgebaut werden. Damit erhält das Saarland als Hochtechnologiestandort die Möglichkeit, mit Partnern in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik an den übernächsten Innovationssprüngen mitzuarbeiten. Eine entscheidende Rolle werden dabei die zahlreichen Einsatzbereiche Künstlicher Intelligenz spielen. 

Der Bevollmächtigte Alkassar hat daher bereits im Oktober 2018 die Shanghaier Regierung besucht und den Grundstein für eine Kooperation gelegt. Als Partner konnte die OMQ-Ausbildungs GmbH aus Saarbrücken gewonnen werden, die sich als Brückenbauer zwischen der deutschen und der chinesischen Kultur versteht und bereits mit umfangreichen Projekten im Bereich der Dualen Ausbildung in China erfolgreich ist.

Ein konkreter nächster Schritt der Zusammenarbeit steht bereits fest: Saarländische Forscher und Unternehmen werden an der 7. China Shanghai International Technology Fair, einer der größten Technologiemessen der Volksrepublik China, teilnehmen. Dem Saarland wird hierbei die besondere Würdigung zuteil, als Partnerland eingeladen zu sein, nach Yokohama/JP im vergangenen Jahr. Die Congress-Messe, zu der rund 1.200 Aussteller und 50.000 Fachbesucher erwartet werden, findet vom 18.-20. April 2019 in Shanghai statt. Ministerpräsident Tobias Hans wird die Schirmherrschaft der Partnerschaft übernehmen.

 

Hintergrund:

China hat seit der Einleitung von Wirtschaftsreformen unter Deng Xiaoping eine beeindruckende Entwicklung genommen. Allein zwischen 1978 und 2011 wuchs das BIP im Schnitt um knapp 10 Prozent p.a., während ein weitgehend agrarisch geprägtes Entwicklungsland zur zweitgrößten Volkswirtschaften der Welt heranwuchs. Hierdurch konnte eine signifikante Armutsreduktion sowie wachsender Wohlstand für weite Teile der Bevölkerung erreicht werden. China ist heute einer der größten Absatzmärkte für deutsche Exportprodukte und ein wichtiger Partner in der Handels- und Wirtschaftspolitik.

Ähnlich wie das Saarland und die Bundesrepublik Deutschland steht China heute vor neuen Herausforderungen. Eine alternde Gesellschaft mit steigender Lebenserwartung, wirtschaftlicher Strukturwandel und eine sukzessiv zunehmende Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft prägen die Gegenwart. Eine Kraftanstrengung ist notwendig, um derzeit dringend benötigte Kapazitäten im Bereich Forschung und Entwicklung aufzubauen.