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Gesundheit
 

Die Kampagne

„Saarland gegen Darmkrebs“: Vorsorge im Land

Durchschnittlich 16 Tage müssen Patienten auf einen Termin zur Darmspiegelung warten.
Durchschnittlich 16 Tage müssen Patienten auf einen Termin zur Darmspiegelung warten.

Darmkrebs ist eine der heimtückischsten und gefährlichsten Krankheiten unserer Zeit. Mehr als 60.000 Menschen in Deutschland und über 800 Saarländerinnen und Saarländer erkranken jährlich an Darmkrebs, der häufigsten Krebsart in Deutschland. Fast 50 Prozent der Betroffenen sterben jährlich an den Folgen von Darmkrebs – im Saarland sind es über 300 Personen pro Jahr.

Vorsorge ist daher besonders bei der Darmkrebs-Erkrankung wichtig, weil diese Krebsart im Frühstadium in der Regel keinerlei Beschwerden hervorruft. Wenn sich der Krebs durch Schmerzen, Müdigkeit oder Gewichtsverlust dann bemerkbar macht, ist er meist schon so fortgeschritten, dass eine Heilung oft nicht mehr möglich ist. Durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen hingegen lassen sich die meisten Fälle vermeiden, und die weit überwiegende Mehrzahl der Fälle so früh erkennen, dass sie geheilt werden können.

Auf diese Zusammenhänge will die saarländische Kampagne „Darmkrebs verhindern – dem Leben zuliebe“ hinweisen. Gemeinsam führen saarländische Mediziner, Apotheken, Kommunen, Krankenkassen, die Aktion „LebensBlicke“ und die Gemeinschaft der „Magen-Darm-Experten im Saarland" eine breit angelegte Informationskampagne durch. Der Erfolg dieser Stiftung spiegelt sich auch in Zahlen wider.

Saarland weit über Bundesdurchschnitt
Die Zahlen der Kassenärztlichen Vereinigung sprechen eine deutliche Sprache: Seit Jahren nehmen deutlich mehr Menschen im Saarland das Präventions- und Früherkennungsangebot durch Koloskopie in Anspruch als im Bundesdurchschnitt.

Saarland hat kurze Wartezeiten im Bundesvergleich
Durchschnittlich 16 Tage müssen Patienten auf einen Termin zur Darmspiegelung warten. Das sind neun Tage weniger als im Bundesdurchschnitt und ist der beste Wert aller Bundesländer. Fast 60 Prozent erhalten innerhalb von zwei Wochen einen Termin für eine Darmkrebsvorsorge. 
 
Befunde
Bei mehr als 40 Prozent der Männer und einem Drittel der Frauen werden bei der Untersuchung frühe Vorstadien eines Darmkrebses gefunden. Bei Frauen liegt die Quote der Karzinom-Befunde unter einem Prozent; bei Männern ist die Entdeckungsrate etwa doppelt so hoch.

Wissenschaftliche Begleitforschung parallel zur Kampagne: KolosSal – eine Langzeitstudie zum Darmkrebs
Im Rahmen der Qualitätssicherung und zur weiteren Optimierung der Früherkennungs-Koloskopie führt das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg (DKFZ) in enger Kooperation mit dem Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland, der Gesundheitsberichterstattung Saarland sowie der Saarländischen Ärzteschaft saarlandweit die KolosSal-Studie mit mittlerweile über 14.000 Teilnehmern durch.

Ziel der Kolossal-Studie: Nachweis der Senkung der Neuerkrankungen und Sterbefälle!
Mit der Studie soll darüber hinaus überprüft werden, ob das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, auch durch die Ermittlung von Risikofaktoren per Fragebogen sicher erkannt werden kann, wie es z.B. in der Schweiz praktiziert wird. Wer an der Studie teilnimmt, erhält deshalb einen entsprechenden Fragebogen, mit dem u.a. Vorerkrankungen, Erkrankungen in der Familie und sog. Lebensstilfaktoren erfasst werden.

Ideale Studienvoraussetzungen im Saarland
Die Studie wird im Saarland durchgeführt, weil das Krebsregister des Saarlandes ideale Voraussetzungen dafür bietet: Hier ist zum einen die vollständige Erfassung von Darmkrebs-Neuerkrankungen bei den Früherkennungsteilnehmern gewährleistet, und zum anderen liegen auch die erforderlichen Vergleichsdaten für die gesamte saarländische Bevölkerung ab 55 Jahren vor.

Kontakt

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Annette Reichmann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3097