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Saarforst Landesbetrieb
 

Borkenkäferbefall im Revier Sulzbach

30.04.2018
Hinweisschild für Waldbesucher Foto: SFL
Hinweisschild für Waldbesucher Foto: SFL

Im Revier Sulzbach haben wir aktuell einen zunehmenden Befall von Fichtenbeständen durch den Borkenkäfer.
Im  Bereich –Im Lerchenfeld- und –In der Fröhn-, der Bereich –Dreibannstein- wurdie der befallenen Bäume bereits eingeschlagen. Dies waren etwa 200 Festmeter Holz, die dem Borkenkäfer weichen mussten, um somit den Befall und den Übergang auf weitere Bäume zu verhindern. Die Hiebsmaßnahme in diesem Bereich wir in den kommenden Tagen bereits abgeschlossen sein.
Im weiteren Einzugsbereich von Dudweiler, wird es in den kommenden Wochen noch die ein- oder anderen Bereiche geben, wo  „Käferfichten“ gefällt werden  müssen.
Die Borkenkäfer hinterlassen Schadflächen mit sehr unterschiedlicher Struktur. Es gibt große Freiflächen, daneben aber auch viele Lücken oder Kleinflächen, die von punktuellem Befall zeugen. Erschwerend kommt hinzu, das befallene Bäume äußerlich erst sehr spät zu erkennen sind und der Befall sich über einen langen Zeitraum hinziehen kann, da immer wieder neue Käferbäume an Stellen auftauchen, in denen gerade erst ein „Käferhieb“ erfolgt ist. So kann dann aus einem lockeren Restbestand schnell eine Freifläche entstehen.
Ein Vorgehen gegen den Borkenkäfer - auch durch flächigen Einschlag befallener Bäume - geht konform mit den Zielen einer naturnahen kahlschlagfreien Forstwirtschaft und widerspricht nicht dem Landeswaldgesetz, wonach Kahlschläge nicht erlaubt sind."Käferhiebe" sind Maßnahmen aufgrund des Naturereignisses Schädlingsbefall und diese gelten nicht als Kahlhiebe“ (§12 (4) Ziffer 3 Landeswaldgesetz).

Wieso werden Bäume in der Brut- und Setzzeit gefällt? Die gesetzliche Regelung zu Fristen von Baumfällungen nach Bundesnaturschutzgesetz (§39 BNatSchG) bezieht sich auf Bäume außerhalb des Waldes. Daher gibt es keine Restriktionen zur Fällung von Bäumen im Wald. In Verbindung mit § 44 BNatSchG wird seitens des SaarForst Landesbetriebes auf die Durchführung einer ordnungsgemäßen und planmäßigen Forstwirtschaft in der Brut- und Setzzeit wenn möglich verzichtet.
Zudem ist nach § 16 (1) Landeswaldgesetz der Waldbesitzer verpflichtet, Schäden, die dem Wald durch tierische Schädlinge drohen, abzuwehren. Daher ist ein sofortiger Einschlag der befallenen Bäume zwingend notwendig. 

Im Herbst werden die durch Käferhiebe entstandenen Freiflächen im Revier Sulzbach wieder bepflanzt werden. Dabei sollen vorrangig  Esskastanie, Traubeneiche und Hainbuche (ggfls. Douglasie) aufgeforstet werden.
Hinweisschilder werden vor Ort die Waldbesucher auf die Situation aufmerksam machen. Auskünfte gibt auch gerne der zuständige Revierförster Nils Lesch unter der Telefonnummer Tel: 0681/9712-866 Mobil: 0160 2021 428 oder während der Bürgersprechstunde im Rathaus - Sprechstunde: 1. und 3.  Do 15 - 17 Uhr, Rathaus Sulzbach.