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Energie
 

Bundesweite Energielabeltage: Saarland ohne Mängel

20.10.2017

Die Marktüberwachungsbehörden der Länder haben in einer bundesweiten Aktion rund 107.000 Elektrogeräte, Pkw und Reifen bei Anbietern vor Ort und im Internethandel auf die korrekte Kennzeichnung mit dem sogenannten Energielabel überprüft. Es dient Verbrauchern als schnelle und einfache Informationsquelle über den Energieverbrauch und die Leistung bestimmter Produkte wie Staubsauger, Waschmaschinen, Kühlschränke, Pkw oder Reifen. Daher sind die Händler verpflichtet, das Energielabel gut sichtbar an den Produkten anzubringen.

Im Saarland hat die Marktüberwachungsbehörde während der Energielabeltage nahezu 140 Produkte bei vier Handelsunternehmen stichprobenartig auf die Energieverbrauchskennzeichnung mit dem Energielabel überprüft. Bei den formalen Kontrollen wurden keine Mängel festgestellt, die Laboruntersuchungen oder Sanktionen nötig gemacht hätten. Es wurden daher auch keine Bußgeldverfahren eingeleitet. Im Einzelnen wurden Produktgruppen wie z.B. Wasch-Trocken-Automaten, Waschmaschinen, Geschirrspüler, Elektrobacköfen, Kühl- und Tiefkühlgeräte sowie Luftkonditionierer überprüft. Energieministerin Anke Rehlinger freut sich über die positive Bilanz: „Es stärkt das Vertrauen der Kunden in den Handel, wenn das Energielabel nicht missbraucht wird, sondern als verlässliches Instrument dient, um Stromfresser zu erkennen. So hilft es uns nicht nur dabei, eine umweltbewusste Kaufentscheidung zu treffen, sondern schont auch unseren Geldbeutel und das Klima“.

In ganz Deutschland hatten die Behörden hingegen über 7.300 Produkte (rund 6,8 Prozent) beanstanden müssen. Im Vergleich zur letztjährigen Schwerpunktaktion (6,6 Prozent) bedeutet dies einen geringfügigen Anstieg der Beanstandungsquote um 0,2 Prozent. Die Behörden haben insbesondere Produkte beanstandet, bei denen das Energielabel ganz gefehlt hat oder bei denen das Label an einer für die Verbraucher nur schwer sichtbaren Stelle angebracht worden war.

Die höchste Beanstandungsquote gab es mit 9,3 Prozent bei Staubsaugern, gefolgt von Pkw mit 8,7 Prozent sowie Lampen und Leuchten mit 8 Prozent. Elektrobacköfen hingegen mussten die Marktüberwachungsbehörden nur in 1,6 Prozent der Fälle beanstanden. Auch Waschmaschinen (4 Prozent), Kühl- und Gefrierschränke (4,1 Prozent) oder Reifen (5,5 Prozent) waren unterdurchschnittlich oft zu beanstanden.

Die Marktüberwachungsbehörden haben bei der Aktion bundesweit insgesamt 1.011 Händler kontrolliert. Hierunter befanden sich 227 Elektrofachmärkte, 153 Autohäuser, jeweils 89 Möbelhäuser und Küchenstudios sowie 186 Internethändler. Bei 385 Händlern haben die Behörden oftmals mehrere Geräte beanstanden müssen. Dies entspricht einer Quote von 38,1 Prozent und stellt gegenüber dem letzten Jahr (49,6 Prozent) einen Rückgang um über zehn Prozent dar. Nach Ansicht der Marktüberwachungsbehörden deutet dies darauf hin, dass die regelmäßigen bundesweiten Überprüfungsaktionen die Händler zunehmend sensibilisieren und zu einer korrekten Kennzeichnung veranlassen.

304 der beanstandeten Händler haben die festgestellten Mängel umgehend und freiwillig behoben (Quote: 79 Prozent). Außerdem haben die Marktüberwachungsbehörden in 93 Fällen ein Bußgeldverfahren gegen die Händler eingeleitet