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Soziales
 

Grundlagen saarländischer Behindertenpolitik

Die Politik für Menschen mit Behinderungen orientiert sich im Saarland an dem Grundsatz, dass alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt in der Gesellschaft leben können sollen. Diejenigen, die in ihren Möglichkeiten zur Entwicklung der Teilhabechancen behindert sind, werden unterstützt und gefördert. Das Zusammenleben wird so gestaltet, dass alle Menschen in der Gemeinschaft teilhaben können. Eine solche inklusive Gesellschaft zu entwickeln und zu fördern, ist ein anspruchsvoller Auftrag an Jung und Alt. Es erfordert die Zustimmung und die Mitarbeit aller Bürgerinnen und Bürger sowie aller gesellschaftlichen Institutionen und Vereinigungen. Nur mit gemeinsamer Kraft und großer Ausdauer kann dieses Ziel erreicht werden.

Das Leitmotiv des Bündnisses für Inklusion „Saarland inklusiv – Unser Land für alle“ ist Teil der öffentlichkeitswirksamen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Saarland.

5. Landesbehindertenplan: Menschen mit Behinderungen im Saarland

Die Landesregierung legt einmal in jeder Legislaturperiode den Landesplan für Menschen mit Behinderung vor und verbindet damit einen Bericht zur Umsetzung des Saarländischen Behindertengleichstellungsgesetzes.  Er wird herausgegeben vom saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Zusammenarbeit mit dem Otto-Blume-Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik.

Grundlage ist eine umfassende Analyse der Lebens- und Arbeitssituation behinderter Menschen im Saarland. Der Landesbehindertenplan legt die Eckpunkte und Leitlinien der saarländischen Behindertenpolitik fest. Er zeigt demografische Entwicklungen auf und beinhaltet erforderliche Bedarfs- und Zielplanungen sowie weitere Handlungsempfehlungen.

Damit wird eine größere Planungssicherheit für die Leistungserbringer, Interessenvertretungen und Menschen mit Behinderung geschaffen. Zielsetzung des Landesbehindertenplans ist es auch, die öffentliche Sensibilität für die Belange behinderter Menschen zu stärken und Impulse für die Gestaltung der notwendigen Umsetzungsprozesse, auch auf kommunaler Ebene, zu geben. Der Landesbehindertenplan versteht sich in erster Linie als Planungs- und Handlungsgrundlage der Landesregierung; Adressaten sind darüber hinaus der Landtag und die Kommunen sowie die öffentlich-rechtlichen Stellen, Verbände, Vereine, Einrichtungen und Dienste für die Belange behinderter Menschen.

Ein erster Plan wurde 1975 veröffentlicht, es folgten der 2. Landesplan im Jahre 1981 und der 3. Bericht (in drei Teilplänen 2000 bis 2002). Mit dem Saarländischen Behindertengleichstellungsgesetz vom 26.11.2003 wurde eine gesetzliche Verpflichtung zur regelmäßigen Fortschreibung des Landesbehindertenplans normiert. Der 4. Landesbehindertenplan wurde am 04.09.2007 durch die Saarländische Landesregierung beschlossen. Er gilt für den Zeitraum bis 2012. Der 5. Landesbehindertenplan, der 2012 erschienen ist, beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Umsetzung der UN Konvention im Saarland.

Menschen mit Behinderungen müssen in allen Bereichen unserer Gesellschaft einen Platz haben.

Kontakt

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Abteilung Soziales, Inklusion und Demografischer Wandel
Martina Stabel-Franz
Referatsleiterin B1
Franz-Josef-Röder-Str. 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3320
Telefax
(0681) 501-3168