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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Staatssekretär Roland Krämer auf Biofach in Nürnberg: Saarland mit Abstand Spitzenreiter beim Bio-Landbau

14.02.2018
Logo Biofach 2018
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„Wir sind stolz auf unsere Vorreiterrolle beim Bio-Landbau. Im Saarland wird auf knapp 16 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch gearbeitet. Damit liegen wir schon heute deutlich über dem Bundesdurchschnitt von weniger als zehn Prozent“, so Umweltstaatssekretär Roland Krämer bei der Eröffnung der „Biofach“ in Nürnberg. Gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Umweltministerin Ulrike Höfken besucht der saarländische Staatssekretär die Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel. „Bio ist mehr als ein Siegel oder eine Zertifizierung: Bio steht für Qualität und Überzeugung und für den verantwortungsbewussten Umgang mit den Ressourcen der Natur“, so Krämer.

Die Nachfrage nach Bio-Produkten ist in Deutschland nach wie vor hoch. 2017 legte der Bio-Umsatz nach Berechnungen des "Arbeitskreises Biomarkt" um 5,9 Prozent zu. Die Kunden kauften für insgesamt 10,04 Milliarden Euro ökologisch erzeugte Lebensmittel ein.

„Wir müssen die Gräben zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft überwinden und gemeinsam Lösungen für die Zukunft entwickeln“, so der Staatssekretär weiter. Dabei gehe es vor allem um eine angemessene Wertschätzung landwirtschaftlicher Produkte. Negative Trends wie Biodiversitätsverlust sowie zunehmende Umweltzerstörung müssten gestoppt und umgekehrt werden. Statt Subventionen nach dem Gießkannenprinzip sollte eine Förderpolitik sicherstellen, dass regionale Landwirtschaftsbetriebe und die ländlichen Räume gestärkt werden. „Unser Ziel ist es, dass die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Qualitätsprodukten gesichert wird. Allerdings muss man von dieser Arbeit auch leben können“, bringt es Roland Krämer auf den Punkt.

Der aktuell von SPD und CDU ausgehandelte Koalitionsvertrag trage dem gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Wertschätzung für Wertschöpfung und zu mehr Tierwohl Rechnung; „Es gibt eine deutlich stärkere Verzahnung zwischen den Bereichen Landwirtschaft, Umweltschutz und Tierwohl“, so Roland Krämer und weiter „Wir brauchen einen breiten Diskurs in Gesellschaft, Wissenschaft und Politik über Ernährung und Landwirtschaft der Zukunft.“

Während in dem Papier die Zielsetzung formuliert ist, bis 2030 bundesweit auf 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen Ökolandbau zu betreiben, ist das Saarland einmal mehr einen großen Schritt voraus. „Wir wollen schon bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode im Jahr 2022 auf rund 25 Prozent Flächenanteil biologische Landwirtschaft etablieren. Wir im Saarland haben gezeigt, welche Chancen der Ökolandbau bietet: Durch den gezielten Einsatz von Fördermitteln und individuellen Umstellerprogrammen profitieren Wirtschaft und Umwelt“, so der Staatssekretär. Das sehen offensichtlich auch die Landwirte im Saarland so. Es lägen bereits einige neue Anfragen für eine Umstellung bisher konventioneller Betriebe auf Ökolandbau vor, heißt es im Ministerium.