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Ministerium für Bildung und Kultur
 

Frühe Werteerziehung an Schulen

06.02.2015 -

Bildungsminister Ulrich Commerçon nutzte seinen Besuch bei der Rheinischen Landessynode am 12. Januar 2015 in Bad Neuenahr für einen Ausblick: An saarländischen Schulen soll ab kommenden Schuljahr der Ethikunterricht ausgeweitet und Islamunterricht angeboten werden. Grund: Alle Kinder und Jugendlichen sollen eine frühe Werteerziehung in Schulen erhalten.

„Eine frühe Werteerziehung leistet einen wichtigen Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung und gibt jungen Menschen eine wertvolle Orientierung in einer komplexer werdenden Welt“ Bild: © XtravaganT - Fotolia.com
„Eine frühe Werteerziehung leistet einen wichtigen Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung und gibt jungen Menschen eine wertvolle Orientierung in einer komplexer werdenden Welt“ Bild: © XtravaganT - Fotolia.com

„Wir müssen gerade jenen Kindern und Jugendlichen ein schulisches Angebot machen, die keiner christlichen Konfession angehören“, sagte der saarländische Bildungsminister Ulrich Commerçon vor der Rheinischen Landessynode. „Eine frühe Werteerziehung leistet einen wichtigen Beitrag für die Persönlichkeitsentwicklung und gibt jungen Menschen eine wertvolle Orientierung in einer komplexer werdenden Welt“, unterstrich der Bildungsminister.
Die saarländische Landesregierung wird deshalb den Ethikunterricht an den Schulen ausweiten. Bislang wird das Fach Ethik als Ersatzunterricht für den konfessionellen Religionsunterricht erst ab Klassenstufe 9 erteilt. Ab kommendem Schuljahr kann der Ethikunterricht bereits ab der Klassenstufe 5 erteilt werden.

„In den letzten Jahren verzeichnen wir ein steigendes Interesse am Fach Ethik. Zugleich nimmt eine größer werdende Anzahl von Schülerinnen und Schülern nicht am Religionsunterricht teil. Vor diesem Hintergrund ist ein möglichst früh einsetzender weltanschaulicher Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler sinnvoll und wünschenswert“, so Commerçon.

Ebenfalls mit dem kommenden Schuljahr soll im Rahmen eines Modellversuchs islamischer Religionsunterricht angeboten werden. Die Islamlehre soll beginnend in der Grundschule und aufsteigend ab Klassenstufe 1 in deutscher Sprache unterrichtet werden. Ein entsprechendes Konzept für den Islamunterricht wird derzeit von einer Arbeitsgruppe, die aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung und der islamischen Gemeinden besteht, erarbeitet. Im Saarland gibt es rund 8.600 schulpflichte Kinder und Jugendliche muslimischen Glaubens (6,8 Prozent).