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Landesbetrieb für Straßenbau
 

Ausnahmegenehmigungen für Großraum- und Schwerlasttransporte – Landesbetrieb für Straßenbau ist Straßenverkehrsbehörde für Autobahnen

Großraum- und Schwertransporte weichen von den Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) ab. Es werden vier Arten unterschieden:

Großraum = große Abmessungen und kleines Gewicht (zum Beispiel ein Blechsilo, Tank, Schwimmbecken)
Schwertransporte = geringe Abmessungen, aber sehr hohes Gewicht (z.B. Betonträger, Kranballast)
Großraum- und Schwertransporte = eine Kombination aus 1. + 2. (z.B. Großtransformatoren, Turbinen, Gasphasenreaktoren)
Langtransporte = Güter mit Längen über 20 Meter (z.B. Holz-Dachbinder, Flügel von Windkraftanlagen, Mastschüsse, ein Maibaum)

Diese Transporte verursachen eine übermäßige Straßenbenutzung und bedürfen deshalb einer Erlaubnis nach § 29 Abs. 3 der Straßenverkehrsordnung (StVO):

„Einer Erlaubnis bedarf der Verkehr mit Fahrzeugen und Zügen, deren Abmessungen, Achslasten oder Gesamtmassen die gesetzlich allgemein zugelassenen Grenzen tatsächlich überschreiten. Das gilt auch für den Verkehr mit Fahrzeugen, deren Bauart den Fahrzeugführenden kein ausreichendes Sichtfeld lässt.“

Über Großraum- und Schwerlasttransporte entscheidet die Straßenverkehrsbehörde, in deren Bezirk der Antragsteller seinen Wohnsitz, seinen Sitz oder eine Zweigniederlassung hat. Dem Antragsteller steht es auch frei, den Genehmigungsantrag bei  der Straßenverkehrsbehörde beantragen, die regional für den Bezirk zuständig ist, in dem der Transport startet.

In allen Fällen, in denen der Transport Autobahnen, Bundesstraßen und Landstraßen in Anspruch nimmt, ist der Landesbetrieb als Anhörungsbehörde zu beteiligen.

In den letzten 25 Jahren hat sich die Zahl der Genehmigungsverfahren fast verzehnfacht, von 1314 im Jahr 1991 auf 12.903 im Jahr 2016.