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Ziel- und Leistungsvereinbarungen mit htw saar für 2019-2021 abgeschlossen

Positive Weiterentwicklung durch mehr Mittel gesichert

Pressemitteilung vom 29.01.2019 - 15:35 Uhr

Nach Jahren der Konsolidierung sehen die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes und die Universität des Saarlandes wieder positiv in die Zukunft. Beide Hochschulen erhalten mit neuen Ziel- und Leistungsvereinbarungen ab 2020 deutlich mehr Mittel. Darüber hinaus wird das Land zur Entlastung ab 2021 die Kosten für die Tarifsteigerungen in voller Höhe übernehmen. Hinzu kommen Hochschulpaktmittel, bemessen nach der jeweiligen Zahl der Studienanfänger.

„Ziel war es, die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit beider Hochschulen zu festigen und ihre Rolle für die Innovationskraft im Saarland zu stärken. Wir haben eine solide und zukunftsorientierte Basis für die weitere erfolgreiche Entwicklung in Lehre, Forschung und Technologietransfer geschaffen“, so Ministerpräsident Tobias Hans.“

Der Globalhaushalt der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes wird einschließlich der Festlegungen des Koalitionsvertrages in 2019 um 0,5 Mio. €, in 2020 um 5,3 Mio. € und in 2021 um 5,9 Mio. € aufwachsen. Hinzu kommen Tarifsteigerungen und Hochschulpakt-mittel.

Heute unterzeichneten Ministerpräsident Tobias Hans, der innerhalb der Landesregierung den Geschäftsbereich Wissenschaft, Forschung und Technologie verantwortet und Präsident Prof. Dieter Leonhard in der Staatskanzlei die Ziel- und Leistungsvereinbarung für die Hochschule für Technik und Wirtschaft für die Jahre 2019 bis 2021.

Nach einem konstruktiven Diskussionsprozess haben sich Land und Hochschule mit der Ziel- und Leistungsvereinbarung IV auf gemeinsame Zielvorstellungen zu den Bereichen Lehre und Studium sowie zur Forschung und zum Technologietransfer verständigt. Die Erwartungen an Studienangebot, Stabilität der Aufnahmekapazität und Studienqualität konnten ebenso wie die Planungen zu den Profilbereichen, Verbundprojekten und der Drittmitteleinwerbung einvernehmlich zusammengeführt werden. Die Hochschule wird auch in den kommenden Jahren die bereits sehr gute Vernetzung mit der saarländischen Wirtschaft durch das Zentrum für Mittelstand weiter intensivieren und die Digitalisierung weiter voranbringen.

Das Land wird zusätzlich zum bisherigen Globalhaushalt der htw saar dafür und für weitere ganz konkrete strukturelle Maßnahmen im Zeitraum 2019 bis 2021 deutlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung stellen.

So wird die htw für ihre Ingenieurwissenschaften den anstehenden umfassenden Generationenwechsel nutzen und in 2019 ein Konzept zu deren Neuausrichtung erarbeiten. Es soll sich an der Gesamtstrategie der Hochschule orientieren und den technologischen Wandel und die Erfordernisse der Region berücksichtigen. Gleichzeitig soll ein breites Studienangebot in Elektrotechnik, Informatik und Maschinenbau gewährleistet werden.

Auch der Bereich der Wirtschaftswissenschaften wird umstrukturiert und modernisiert werden. Dabei werden die Themen Cross-Innovation, Unternehmensgründung und -nachfolge sowie Internationalisierung im Mittelpunkt stehen.

Als weiteres wichtiges Ziel wurde der Ausbau und die Stärkung des Bereichs Soziale Arbeit vereinbart. Die Studienkapazität im Bereich Soziale Arbeit und Pädagogik der Kindheit wird mit 40 zusätzlichen Studienplätzen deutlich erhöht. Des Weiteren wird ein neuer Bachelor-Studiengang zur Ausbildung von Hebammen eingerichtet werden.

Als weiteres, wesentliches Element ist die Verständigung auf Grundsätze einer „Leistungsorientierten Mittelvergabe“ (LoM) anzusehen. Hierzu wird ein gesondertes Budget geschaffen, das 500.000 € beträgt und leistungsorientiert durch das Land freigegeben wird. Die Zielindikatoren orientieren sich an der jeweiligen Studienanfängerzahl, der Absolventenzahl und der Einwerbung von Drittmitteln für Forschung und Lehre.

Fazit des Ministerpräsidenten:

„Ich freue mich, dass nach konstruktiven Beratungen eine Ziel- und Leistungsvereinbarung mit der htw saar abgeschlossen wird, die eine nachhaltige zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Hochschule ermöglichen wird. Zusätzliche Haushaltsmittel  in den kommenden Jahren einerseits und ein Verständnis über viele gewichtige Ziele andererseits, werden zu einer weiteren Stärkung der htw saar in den Bereichen Lehre, Forschung und Technologietransfer führen. Speziell durch die Übernahme der Mehrkosten durch Tarifsteigerungen ab dem Jahr 2021 durch das Land wird die Hochschule spürbar entlastet. Ich bin gewiss, dass die so gestärkte htw saar auf der Grundlage der neuen Ziel- und Leistungsvereinbarung für Studierende ein attraktives und qualitativ hochwertiges Studienangebot bereit halten kann, in der angewandten Forschung ihre Leistungsstäre festigt, noch stärker Kooperationspartner für die Wirtschaft in der Region sein kann und auch künftig einen wichtigen Beitrag zum Strukturwandel des Landes leisten wird.“

Fazit Prof. Dr.-Ing. Dieter Leonhard:

„Die Ziel- und Leistungsvereinbarung steckt einen ambitionierten Rahmen für die htw saar ab. Für wesentlich halte ich dabei die vereinbarten zukunftsorientierten Entwicklungsmöglichkeiten für die htw saar, also die Weiterentwicklung im Lehr- und Forschungsangebot mit Blick auf den künftigen Bedarf der saarländischen Wirtschaft. Digitale Transformation ist ein Stichwort. Hier eröffnen sich Chancen für alle Fakultäten, unabhängig davon, dass zunächst die Ingenieurwissenschaften im Mittelpunkt stehen.

Klar ist aber auch, dass die Entwicklungen an rechtliche, bauliche und finanzielle Voraussetzungen geknüpft sind, die wir nicht alleine in der Hand haben und teilweise auch von Entscheidungen auf kommunaler oder Bundesebene abhängen. Das werden wir mit der Staatskanzlei gemeinsam angehen.

Ich freue mich auch, dass die weitere Stärkung der guten Kooperation mit der Universität des Saarlandes sehr einvernehmlich vereinbart wurde – dies ist ein zentraler Baustein der saarländischen Wissenschaftslandschaft.“

Ansprechpartner

Staatskanzlei des Saarlandes
Anne Funk
Regierungssprecherin
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(0160) 8823468 (mobil)
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