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Saarforst Landesbetrieb
 

Grünschnitt und Gartenabfälle gehören nicht in den Wald

04.09.2017
Grünschnitt im Wald Foto: SFL
Grünschnitt im Wald Foto: SFL

Herbstzeit ist Gartenzeit: die Hecken, Sträucher und Bäume werden geschnitten, Brennnesseln entfernt, unliebsame Pflanzen - häufig nicht heimische Arten -  ausgemacht  usw. „Wohin damit? Ab in den Wald – da stört es niemanden, ist doch sowieso Grünzeugs“. So oder ähnlich denken viele Menschen, vor allem wenn Sie in der Nähe von Waldrändern wohnen.

Oft wird die Meinung vertreten, man füge der Natur keinen Schaden zu, da es sich um verrottbares Material handelt. Dem ist nicht so. Die ausgebrachten Mengen übersteigen das, was die Natur verkraften kann. Teilweise entstehen meterhohe Haufen, die schneller wachsen, als überhaupt etwas verrotten könnte.
Der SaarForst Landesbetrieb appelliert daher nicht nur an die Hobbygärtner, sondern an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger, keine Abfälle, auch keinen Grünschnitt, Essensreste und dergleichen in den Wald zu verbringen.

Hintergrund:
Die Böden im Wald haben eher wenige Nährstoffe. Gartengrün, das auf dem Waldboden verrottet und dabei seine Nährstoffe freisetzt, wirkt wie ein hoch dosierter Dünger - was andernorts gut wäre, aber eben nicht den Waldpflanzen guttut. Der freigesetzte Stickstoff begünstigt zugleich das Wachstum stickstoffliebender Pflanzen, zu denen invasive Arten wie das Indische Springkraut oder der Japanische Staudenknöterich gehören. Sie verdrängen heimische Pflanzen. Infolge dessen verschwinden damit auch heimische Insekten oder Schmetterlinge, und wiederum Vögel, die von diesen Leben.