Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Saarforst Landesbetrieb
 

Waldbild des Monats

Winterfrost

Bauernregel: Der Januar muss krachen, soll der Frühling lachen.

Waldbild des Monats Dezember

Die Natur hat über Jahrmillionen ausreichend Schutzmechanismen entwickelt, damit Bäume auch harten Wintern trotzen können. Aber welche Schutzmaßnahmen richten sie für den Winter ein? Indem ein Baum seine Blätter abwirft, bereitet er sich auf den Winter vor.

Der Baum erreicht damit gleich mehrere Dinge gleichzeitig:
• Für die Fotosynthese wird eine große Menge Wasser benötigt, welche Bäume über ihre Wurzeln aufnehmen. Je weniger Licht auf deren Blätter fällt, umso langsamer verläuft diese. Außerdem verlangsamen sich bei Kälte jegliche Vorgänge, da beispielsweise der Zellsaft dickflüssiger wird. Dementsprechend würden zwar wichtige Nährstoffe weiterhin verbraucht, jedoch weniger Nachschub geliefert werden können. Der Baum würde "verhungern".
• Darüber hinaus kühlt sich ein Baum zur heißen Jahreszeit selbst, indem er Wasser über die Unterseite seiner Blätter abgibt. Da es im Winter zu Temperaturen unter dem Gefrierpunkt kommen kann, könnten diese Poren vereisen, da trotz Kälte noch immer Flüssigkeit abgegeben wird. Dementsprechend können im schlimmsten Fall ganze Äste absterben.
• Zur kalten Jahreszeit ist es zudem für das Wurzelwerk schwieriger, Wasser aufzunehmen. Der Baum vertrocknet, wirft er seine Blätter nicht ab.
• Würden Bäume während des Winters noch immer Blätter tragen, würde sich außerdem die Fläche für herunterfallenden Schnee vergrößern. Mit dem Abwerfen der Blätter verringert ein Baum ebenso, dass dieser unter der Schneelast zusammenbricht und möglicherweise ganze Äste verliert.
• Blätter, die auf dem Boden unter dem Baum liegen, lassen Sie am besten genau dort. Diese Schicht dient zum Schutz der Wurzeln. Bei Schneefall hält diese die Kälte ab. Zweige, Äste und Baumstamm können hingegen nicht einfach "abgetrennt" werden. Doch auch hier hat die Natur sich Lösungen einfallen lassen.

Die Rinde eines Baumes besitzt eine dünne Schicht, die den einzigen, mit Wasser gefüllten Teil des Stammes darstellt – das Kambium und die Leitgewebe. Nach außen hin ist die Rinde verholzt. Diese sogenannte Borke enthält nur einen geringen Anteil an Feuchtigkeit, weshalb ein Baum nicht erfriert. Durch kleine Luftkammern kann zusätzlich Wärme gespeichert werden.


Was bisher gezeigt wurde!

Was bisher gezeigt wurde!
Waldbild des Monats November - Bucheckern
Waldbild des Monats Dezember