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Ausbildung
 

Neue Struktur der Förderung

Das Förderprogramm hat folgende Schwerpunkte und Module:

  • Schwerpunkt 1: Vermittlung in Ausbildung ohne Umwege
    Modul 1: Förderungsbedürftige Jugendliche
    Modul 2: Modellprojekt "AnschlussDirekt"
  • Schwerpunkt 2: Berufsausbildung optimieren
    Modul 3: Modellprojekte zur Berufsorientierung und Berufswahlvorbereitung
    Modul 4: Modellprojekte zur qualitativen Verbesserung der Berufsausbildung


Hintergrund

Der saarländische Ausbildungsmarkt steht vor einem grundlegenden Wandel, der neue Herausforderungen mit sich bringt. Schon in den letzten Jahren zeigten sich im Saarland zunehmend Tendenzen in Richtung einer Marktumkehr, die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber ging zurück. Dieser Trend wird sich aufgrund der demographischen Entwicklung fortsetzen. Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung vom Juni 2010 ist erkennbar, dass die Alterung der Gesellschaft in Deutschland die neuen Bundesländer und das Saarland besonders hart treffen wird. So wird die Zahl der 19- bis 24-Jährigen bis 2025 im Saarland um mehr als ein Viertel (26 Prozent) zurückgehen. In den übrigen westlichen Bundesländern sind es dagegen im Schnitt nur 15 Prozent. Das heißt, dass saarländische Unternehmen es deutlich schwerer haben werden, zukünftig ihren Bedarf an Fachkräften am saarländischen Arbeitsmarkt zu decken.

Hinzu kommt der gesellschaftlich erwünschte Effekt, dass die Studierneigung der Hochschulberechtigten steigt. In der Folge werden die Unternehmen auch immer größere Probleme haben, geeignete Ausbildungsbewerber zu finden. Mit Blick auf Wachstum und Beschäftigung wird es zunehmend wichtiger, Jugendliche für die duale Ausbildung zu gewinnen und sie zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen. Dabei wird es darauf ankommen, die Qualität der dualen Berufsausbildung zu sichern und gleichzeitig das Augenmerk auf Bewerberinnen und Bewerber zu richten, die bislang weniger im Fokus waren. Auch Jugendliche mit eingeschränkten Vermittlungschancen sollen Perspektiven für den Einstieg in die berufliche Ausbildung und das Berufsleben erhalten. Vor dem Hintergrund insgesamt zurückgehender Schulentlasszahlen gilt es, die Betriebe dafür zu gewinnen, auch Jugendlichen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf die Chance auf einen Ausbildungsplatz zu eröffnen, um den zukünftigen Fachkräftenachwuchs zu sichern.

Die aktuelle Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt bietet die Chance, die Angebote in den Übergangssystemen zu reduzieren und ausbildungsreife Jugendliche unmittelbar nach ihrem Schulabschluss ohne Umwege in Ausbildung zu vermitteln. Zielsetzung muss es sein, am regionalen Bedarf orientiert die Maßnahmen, die eine erfolgreiche Berufsvorbereitung, Vermittlung in Ausbildung und einen erfolgreichen Abschluss der Ausbildung begünstigen, auszubauen und dabei gleichzeitig durch Umschichtung die Angebote in den Übergangssystemen zurückzufahren. Auch die Ausbildungschancen für ausländische Jugendliche und Jugendliche mit Migrationshintergrund müssen deutlich verbessert werden. Nach wie vor ist die Ausbildungsbeteiligung dieser Zielgruppe nur halb so groß wie die der Jugendlichen ohne Migrationshintergrund.

Ein wesentliches Instrument zur Unterstützung dieser Zielsetzungen ist das Förderprogramm „Ausbildung jetzt“, das dem Bedarf entsprechend neu konzipiert wurde.

Aktuell

Aktuell

Bei der IHK Saarland wurde für das Projekt "AnschlussDirekt" eine Koordinierungsstelle eingerichtet.

Kontakt

Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
Referat F/6
Franz-Josef-Röder-Straße 17
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
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Telefax
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