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Verkehr
 

Stadtradeln Saar: Vorjahresergebnis nahezu verdoppelt

03.07.2017
Die erfolgreichsten Stadtradler wurden auf der Abschlussveranstaltung in St. Ingbert ausgezeichnet. Foto: © Dirk Guldner
Die erfolgreichsten Stadtradler wurden auf der Abschlussveranstaltung in St. Ingbert ausgezeichnet. Foto: © Dirk Guldner

Mit einer saarlandweiten Abschlussveranstaltung ist am Samstag, 1. Juli, die zweite Auflage der Kampagne „Stadtradeln Saar“ zu Ende gegangen. Verkehrsministerin Anke Rehlinger hatte im vergangenen Jahr die Teilnahme an der bundesweiten Kampagne Stadtradeln initiiert, um die Saarländerinnen und Saarländer zur Nutzung des Fahrrads im Alltag zu animieren. In diesem Jahr haben die Radlerinnen und Radler ihr Vorjahresergebnis nahezu verdoppelt: Sie schafften es gemeinsam auf rund 610.000 Radkilometer, umrundeten also quasi 15 Mal die Erde. Im Vorjahr waren es noch 322.000 km. Mit den geradelten Kilometern kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine CO2-Vermeidung von 86.000 kg. (Vorjahresbilanz: 45.000 kg CO2). Insgesamt waren in der Zeit vom 15. Mai bis 11. Juni 2.115 Saarländerinnen und Saarländer in 203 Teams um die Wette geradelt. Im vergangenen Jahr waren es noch 1.411 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in 161 Teams.

Schirmherrin Anke Rehlinger ist begeistert von der Leistung der saarländischen Bürgerinnen und Bürger: „Für mich ist das tolle Ergebnis ein Zeichen dafür, dass die Kampagne etwas bewirkt. Die Saarländerinnen und Saarländer wollen den Alltagsradverkehr voranbringen. Mit ihrer Teilnahme an der Kampagne haben sie nicht nur einen schönen Beitrag zum Klimaschutz und zu einer besseren Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden geleistet. Sie haben auch dafür gesorgt, dass das Thema Alltagsradverkehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Mit dieser Außenwirkung erreichen wir schließlich auch Verbesserungen der Radinfrastruktur in den Kommunen. Und das sorgt dafür, dass die Menschen wieder häufiger das Rad nutzen – eine echte Win-Win-Situation.“

In diesem Jahr machten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch per Rad zur Abschlussveranstaltung auf, die im Rahmen des Ingobertusfestes stattfand: Gemeinsam fuhren sie in Sternfahrten aus Wadgassen, Homburg, Neunkirchen und Saarbrücken zum Maxplatz in St. Ingbert. Dort konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund um die Kampagne austauschen: Wo hakt es in der Radinfrastruktur, welchen Herausforderungen mussten sich die Radlerinnen und Radler stellen und was hat die Kampagne in den Kommunen und Teams bewirkt?

Höhepunkt der Abschlussveranstaltung war die Prämierung der fahrradaktivsten Kommunen, Kommunalpolitiker und Teams. Der Preis für die beste Kommune ging dabei an die Stadt St. Ingbert. Gemessen an der Einwohnerzahl hat St. Ingbert die meisten Radkilometer pro Kopf zurückgelegt: In 28 Teams erradelten die 228 Radfahrerinnen und Radfahrer 82.456 km und sparten fast 11.709 kg C02 ein. Erfolgreichster Neueinsteiger unter den Teilnehmer-Kommunen war Wadgassen mit 33.255 Radkilometern. Als beste Kommunalpolitiker wurden der Bürgermeister von Lebach, Klauspeter Brill, mit 2.412 km und Gerhard Sommer, Mitglied des Neunkircher Stadtrates, mit 1.045 km ausgezeichnet. Der Preis für das größte Team ging an das Berufsbildungszentrum nach Lebach: 54 Radlerinnen und Radler traten gemeinsam bei Stadtradeln an. Besonders erfolgreich war auch in diesem Jahr ein Stadtradler-Star, den Eppelborn ins Rennen schickte. Stadtradler-Stars sind Personen des öffentlichen Lebens, die während des dreiwöchigen Aktionszeitraumes auf ihr Auto ganz verzichten. Mit 1.632 km radelt Patrick Hell in dieser Kategorie bundesweit vorne mit.

Ministerin Anke Rehlinger sicherte bereits zu, dass das Saarland sich auch 2018 an der Kampagne beteiligen werde. Wie auch in diesem Jahr übernehme das Wirtschaftsministerium die Teilnahmegebühren für die Kommunen. Bundesweit fand die Kampagne, die durch das Klima-Bündnis organisiert wird, bereits zum zehnten Mal statt.