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Energie
 

Erstmals grenzübergreifender Förderfonds für Energie-Effizienz

06.06.2017
Das Projekt "GreenEff" ermöglicht nun auch grenzüberschreitende Maßnahmen zur Energie-Effizienz. Energieministerin Anke Rehlinger erläuterte die wichtigsten Informationen zu dem grenzübergreifenden Förderfonds. Foto. © MWAEV
Das Projekt "GreenEff" ermöglicht nun auch grenzüberschreitende Maßnahmen zur Energie-Effizienz. Energieministerin Anke Rehlinger erläuterte die wichtigsten Informationen zu dem grenzübergreifenden Förderfonds. Foto. © MWAEV

Aus einem grenzübergreifenden Förderfonds können in Zukunft Projekte der Energie-Effizienz unterstützt werden. Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger bezeichnete das Projekt „GreenEff“ bei der Präsentation in Saarbrücken als „beispielgebend“. Es sei klar, dass nachhaltige Entwicklung weder an Ressortgrenzen noch an Ländergrenzen haltmachen dürfe: „Mit GreenEff wollen wir soziale und ökologische Gesichtspunkte miteinander verknüpfen.“ Der Schwerpunkt liege auf den Themen Bauen und Sanieren sowie der nachhaltigen Quartiersentwicklung.

GreenEff steht für „Grenzüberschreitendes Netzwerk zur Förderung von innovativen Projekten der nachhaltigen Entwicklung und der Energieeffizienz in der Großregion“. Beteiligt sind unter anderem das Département Moselle sowie Partner aus Luxemburg und der Walllonie. Durch die Förderung einer umweltfreundlichen Entwicklung im Bereich der Öko-Quartiere, einer nachhaltigen Stadtentwicklung und einem energieeffizienten sozialen Wohnungsbau in der Großregion würden durch innovative Lösungen Ressourcen geschont, so die Ministerin. Das Netzwerk habe die Chance, mit diesem Ansatz zu einer Modellregion zu werden, die auf europäischer Ebene als Vorbild dient.

Das Gesamtvolumen des von der Arge Solar betreuten Projekts beläuft sich auf rund 14 Mio. Euro, 6 Mio. Euro stammen davon aus Interreg-Mitteln.

Ziel ist es, Wohnungsbaugesellschaften, Kommunen und Stadtwerke miteinander zu vernetzen und dadurch zu einem fachlichen Austausch zwischen ihnen beizutragen.

Auch Rheinland-Pfalz beteiligt sich an dem grenzübergreifenden Interreg-Projekt. „In Rheinland-Pfalz entfallen alleine auf Heizung und Warmwassererzeugung im Gebäudebestand rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und ein Drittel der energiebedingten CO2-Emissionen“, sagte die rheinland-pfälzische Umwelt- und Energieministerin Ulrike Höfken. Die energetische Gebäudesanierung sei daher ein zentraler Baustein zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende. „Mit dem Ansatz von GreenEff können wir auch durch die Zusammenarbeit in der Großregion noch größere Erfolge erzielen.“