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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Liesa-Kongress: Innovation schafft Voraussetzung für erfolgreiche Energiewende im Saarland

Pressemitteilung vom 26.10.2017 - 11:45 Uhr

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger geht davon aus, „dass die Energiewende im Saarland gelingt.“ Dies sagte sie beim 4. Liesa-Kongress in Saarbrücken. Hinter dem Begriff Liesa steht die Landesinitiative Energieinnovation Saar, deren Arbeit die Ministerin als „wesentlichen Beitrag zum energiepolitischen Erfolg“ einschätzt. Es komme darauf an, die ökonomischen Chancen der Energiewende intelligent, also durch Innovation, zu nutzen.

170 Fachbesucher nahmen an dem Kongress teil. Bei der Begleitausstellung präsentierten sich rund zwei Dutzend Akteure der regionalen Energiewirtschaft. Rehlinger: „Das Saarland steht bei diesem Thema für Innovation, unser Kongress spiegelt das wider und gibt Denkanstöße für Städte und Gemeinden genau so wie für die Fachwelt.“

Was die saarlandspezifischen Vorhaben angeht, gebe es im Koalitionsvertrag den Konsens, „dass die Energiewende dann am besten voran kommt, wenn wir Energiesparen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien sinnvoll miteinander verbinden.“ Dies setze Innovationsbereitschaft voraus, die bei den regionalen Beteiligten erkennbar vorhanden sei: „Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz, der Energie-, Industrie- und Wirtschaftspolitik in Einklang bringt und sowohl die Bereiche Strom und Wärme als auch Wohnen und Mobilität umfasst.“ Konkret heiße das, „dass wir im Einklang mit dem Grünbuch Energieeffizienz des Bundes bei uns den Schwerpunkt auf Effizienz legen.“ Stichworte sind die Vorbildrolle des Landes bei den eigenen Gebäuden, die Förderung von Energieberatung insbesondere auch für sozial schwache Personen und gezielte Förderprogramme in Ergänzung zu den Bundesprogrammen.

Rehlinger: „Die Landesregierung bekennt sich vor dem Hintergrund einer differenzierten Industrielandschaft zu stabilen Netzen und weitgehend stabilen Preisen.“ Auch für die Liesa-Netzwerkpartner sei es eine zentrale Forderung, „immer stärker durch digital gesteuerte Verteilnetze Kostenvorteile zu erreichen.“ Dies werde man auch gegenüber dem Bund mit Nachdruck vertreten, so die Ministerin.

Das Saarland ist mit zahlreichen Unternehmen und Forschungseinrichtungen, von denen viele auch Mitglieder von Liesa sind, in dem vom Bund geförderten Projekt Designetz vertreten. Es soll insbesondere Wege aufzeigen, wie eine sichere und effiziente Energieversorgung unter den Bedingungen der Energiewende gewährleistet werden kann. „Kritisch sehen wir, dass Berlin zu sehr auf die Übertragungsnetze schaut“, sagte Ministerin Rehlinger. Die Energiewende finde nämlich zu mehr als 90 Prozent im Verteilnetz statt. Mehr als 16.000 kleine Photovoltaik-Anlagen wurden im Saarland in den letzten acht Jahren im Niederspannungsnetz angeschlossen. Dazu kämen immer mehr Stromspeicher, Wärmepumpen und demnächst Elektrofahrzeuge.

Eine andere Kernthematik der Energiewende führt über den Strombereich hinaus: „Die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr müssen viel stärker zusammen gedacht werden.“

Rehlinger: „Das Saarland ist bei all diesen Punkten gut aufgestellt. Wir haben im Saarland Unternehmen aus dem Bereich der Messtechnik, die deutschlandweit unterwegs sind, die hiesige Informatik genießt sogar international einen exzellenten Ruf. Das ist eine stabile Basis. Förderprogramme für den Mittelstand werden zielgerichtet eingesetzt, und auch unsere Energieversorger gehen diese Themen konsequent an.“