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Ausbildung
 

Duale Ausbildung: Nachfrage soll gesteigert werden

02.12.2015
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger wird gemeinsam mit ihren Partnern die duale Ausbildung stärken: "Unser Land braucht schließlich alle Talente." Foto: © Jörg Lantelme - fotolia.
Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger wird gemeinsam mit ihren Partnern die duale Ausbildung stärken: "Unser Land braucht schließlich alle Talente." Foto: © Jörg Lantelme - fotolia.

Die Ergebnisse der gerade veröffentlichten Studie „Ländermonitor Berufliche Bildung 2015“ der Bertelsmann-Stiftung bestätigen, dass eine abgeschlossene Ausbildung der Schlüssel zur angemessenen Beschäftigung bleibt. Für Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger liegen die Chancen hierbei vor allem in der dualen Ausbildung: „Wir müssen jungen Menschen eine Perspektive geben. Dabei gilt es die Möglichkeiten von Jugendlichen mit schwächeren Schulabschlüssen und Migrationshintergrund zu verbessern. Betriebe müssen auch vermeintlich schwächeren Jugendlichen die Chance auf einen Ausbildungsplatz geben. Gerade diese Jugendlichen können sich mit einer entsprechenden Unterstützung, wie es zum Beispiel unser Landesprogramm ‚Ausbildung jetzt‘ bietet, zu erfolgreichen Fachkräften entwickeln. Ich freue mich, dass ‚Ausbildung jetzt‘ im Ländermonitor der Bertelsmann-Stiftung als eines von vier Länderprogrammen für die individuelle Förderung benachteiligter Jugendlicher positiv Erwähnung findet.“

Laut Bertelsmann-Studie wurden 2007 noch 9.000 Ausbildungsplätze im Saarland angeboten, während es 2013 rund 15 Prozent weniger waren (8.000). Allerdings schrumpfte auch die Zahl der Bewerber um 16 Prozent von 10.000 auf 8.000. Die Chancen der Bewerber, einen Ausbildungsplatz zu bekommen, haben sich daher verbessert.

Für die Ministerin, die die Wirtschaftsministerkonferenz bei der bundesweiten Allianz für Aus- und Weiterbildung vertritt, gilt weiterhin: „Nachfrage und Angebot müssen ausgeglichen sein. Die leicht sinkende Nachfrage vonseiten der Jugendlichen bedeutet, dass wir die Attraktivität der rund 350 dualen Ausbildungsberufe hervorheben müssen. Wir dürfen das Ziel nicht aus den Augen verlieren, dass die Auszubildenden von heute die Fachkräfte von morgen sind. In Anbetracht des Fachkräftemangels heißt das konkret: jungen Menschen die Gelegenheit bieten, eine Berufsausbildung aufzunehmen und abzuschließen.“

Dabei liegen gerade im dualen System die Absolventenquoten besonders hoch: „Im Saarland befinden wir uns mit 79,6 Prozent genau im Bundesschnitt. Wenn nach erfolgreichem Abschluss auch noch der nahtlose Übergang von Ausbildung in den Beruf möglich ist, fördert das die gesellschaftliche Teilhabe“, so die Ministerin.