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Landesinstitut für Präventives Handeln
 

Landesinstitut für Präventives Handeln - Neue Wege in der Präventionsarbeit im Saarland

Am 12. 01.2009 hat das Landesinstitut für Präventives Handeln (LPH) seine Arbeit in St. Ingbert aufgenommen. Derzeit arbeiten im Institut 29 Expertinnen und Experten in Sachen Prävention. Getragen wird das Landesinstitut von dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie und dem Ministerium für Inneres und Sport. Der Landessportverband für das Saarland und der Verein „wir im Verein mit dir“ e.V. sind enge Kooperationspartner.

Historie und Aufgaben des Landesinstituts

Im Saarland werden seit Jahren eine große Anzahl präventiver Maßnahmen und Projekte durchgeführt. Organisatorisch und fachlich voneinander getrennte Institutionen und Einrichtungen stellen regional oder landesweit entsprechende Angebote zur Verfügung. Jedoch werden Themen aus den Bereichen der pädagogischen, der gesundheitlichen und der Kriminalprävention oft mit ähnlicher präventiver Aufgabenstellung parallel angeboten und bearbeitet. Eine Vernetzung der Einrichtungen und Institutionen und eine Abstimmung der Angebote, z.B. an Schulen, erfolgte nur partiell. Im Jahr 2001 wurde von der saarländischen Landesregierung die Initiative „Sport und Prävention“ gestartet, die mit ihrer Arbeitsplattform „wir im Verein mit dir e.V.“ in den vergangenen Jahren erfolgreich einen Umdenkungsprozess in Bezug auf die Bedeutung und die langfristig positiven Wirkungen präventiver Maßnahmen für die Gesellschaft eingeleitet hat, den es durch weitere Maßnahmen fortzusetzen gilt. In konsequenter Weiterführung dieser Überlegungen hat die Landesregierung des Saarlandes 2008 beschlossen, das Landesinstitut für Präventives Handeln zu gründen, das die Themenfelder mit gleicher oder ähnlicher präventiver Aufgabenstellung erfasst, Institutionen und Einrichtungen berät, mögliche Kooperationspartner auf dem Sektor der Prävention zusammenführt und präventive Maßnahmen durchführt bzw. weiterentwickelt.

Die Abschätzung, ob Maßnahmen und Strategien erfolgreich waren, ist nur auf einer gesicherten Datenbasis möglich. Dazu soll das Institut beitragen. Deshalb gehört auch die Dokumentation und Evaluation der durchgeführten Maßnahmen zu einer der wesentlichen Aufgaben des LPH.

Durch das LPH soll den Akteuren im Bereich der Prävention, aber auch den Bürgerinnen und Bürgern, eine kompetente Anlaufstelle für Präventionsfragen angeboten werden. Das LPH wird dazu beitragen, präventive Kompetenzen effektiv einzusetzen, zu nutzen und zu koordinieren. Zielgruppen sind dabei Kinder, Jugendliche und Heranwachsende sowie alle Menschen, die erzieherisch tätig sind. Dazu ist eine Hotline eingerichtet worden, über die sich Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zur Prävention an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des LPH wenden können.

Das Institut kann nicht alle Präventionsmaßnahmen übernehmen, die bisher im Saarland durchgeführt wurden. Es kann aber zur Reduzierung der Jugendkriminalität und Jugendgewalt, zur Erhöhung des subjektiven Sicherheitsgefühls in der Bevölkerung, zur Stärkung erzieherischer Kompetenz und zur Förderung der gesundheitlichen Vorbeugung als gesamtgesellschaftlicher Daueraufgabe beitragen. Das neu gegründete Institut soll weder die bisherigen Präventi­onsfachdienststellen im Lande ersetzen noch die Träger der pädagogischen, polizeilichen und Gesundheitsprävention von diesen Aufgaben entbinden. Auf die dort in der Vergangenheit durchgeführte Arbeit sowie die dort entwickelten Kompetenzen kann nicht verzichtet werden.

Die vier Fachbereiche des LPH

Das LPH gliedert sich in vier Fachbereiche:

  • Pädagogische Prävention
  • Kriminalprävention
  • Gesundheitsförderung
  • Evaluation – Begleitforschung

Sie werden ergänzt durch eine Stabsstelle für zentrale Dienste. Zur Erhöhung der Effektivität des Einsatzes von fachlichem Wissen und Können soll ein ehrenamtlicher Beirat, der sich aus Experten aus den Bereichen Wissenschaft, Politik, Sport und Kultur zusammensetzt, beratend eingesetzt werden.

Grundsätzlich sind die Aufgaben des LPH im strategischen und planerischen Bereich, in der aktiven Umsetzung von Maßnahmen und in der Evaluation sowie Forschung angesiedelt. Dem Anspruch, aktiv die Gestaltung und Durchführung von präventiven Maßnahmen wahrzunehmen, wird schon in der Namensnennung – Landesinstitut für Präventives HandelnRechnung getragen. Ein Schwerpunkt ist daneben in der ressortübergreifenden Vernetzung, der Empfehlung zielführender Projekte und der Unterstützung bei der Planung von Maßnahmen und Projekten in der Prävention zu sehen.

Foto: Saarland