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Ministerium für Finanzen und Europa
 

Theis: Es wird Zeit, dass Deutschland und Frankreich ihrer Verantwortung für Europa gerecht werden!

27.04.2018

Die Vertretung des Saarlandes bei der EU lud zusammen mit dem Büro GrandEst am Dienstag (24.04.2018) zu einer Diskussion mit dem ausgewiesenen Frankreich-Experten Professor Henri Ménudier ein.

Unter dem Titel „Emmanuel Macron und der Neustart Europas – Deutsche und Französische Perspektiven“ lieferte Henri Ménudier eine packende Darstellung der europapolitischen Vorstellungen und Initiativen des neuen französischen Staatsoberhauptes und plädierte dafür, gemeinsam einen echten Neustart für Europa zu wagen.

Europastaatssekretär Roland Theis machte deutlich, wie wesentlich die deutsch-französische Achse bei der Stärkung und Weiterentwicklung Europas in der Vergangenheit war und auch zukünftig sein wird. Es sei daher nur zu begrüßen, dass Emmanuel Macron sehr konkrete Vorschläge für einen Neustart in Europa vorgelegt habe. „Deutschland und Frankreich haben die Verantwortung, Motor des europäischen Einigungsprozesses zu sein. Dieser Verantwortung ist das „couple franco-allemand“ in den vergangenen Jahren nicht ausreichend gerecht geworden. Daher wird es jetzt Zeit, dass wir das Zeitfenster bis zur Europawahl nutzen, mit mutigen Initiativen – etwa in der Verteidigungs- oder Asylpolitik – Europa zu stärken und Handlungsfähigkeit zu beweisen“, so Theis. Daneben betonte er die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit für die deutsch-französischen Beziehungen. Exemplarisch nannte er dabei die Stärkung der grenzüberschreitenden Ausbildung, der Kooperation im Hochschulbereich sowie die Förderung grenzüberschreitender Mobilität.

Über 60 Gäste aus den EU-Institutionen, Verbindungsbüros und Interessenvertretungen konnten sich bei der Veranstaltung in der Vertretung des Saarlandes (VdS) bei der EU ein lebendiges Bild von deutsch-französischer Freundschaft und Kooperation machen. Die VdS nutzt die Bürogemeinschaft mit GrandEst zu regelmäßigem Austausch und Zusammenarbeit im Konkreten. Der nächste Termin stand schon am Folgetag an: Valérie Desbordes, Vizepräsidentin von GrandEst, kam zum Hintergrundgespräch zu arbeitsmarktpolitischen Fragestellungen.