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Arbeitsschutz
 

Neues Angebot des LASI: Anerkannte Lehrgangsträger für Asbestsachkunde nach TRGS 519 in Deutschland nun als Download verfügbar

Unternehmen, die Tätigkeiten an Asbest durchführen benötigen mindestens einen Sachkundigen vor Ort, der diese bei einem staatlich anerkannten Lehrgangsträger nach TRGS 519 erworben und regelmäßig aufgefrischt hat. Um den Unternehmen die Suche nach einem geeigneten Lehrgangsträger zu erleichtern veröffentlicht der LASI nun eine bundesweite Liste. Hier sind die Lehrgangsträger nach Bundesland sortiert aufgelistet. Die Liste soll halbjährlich aktualisiert werden. Unternehmen auf der Suche nach Lehrgangsträgern erhalten so die Möglichkeit, auf einen Blick den geeigneten Partner zu finden. Darüber hinaus gibt die Liste einen Überblick über die breit angelegte Verteilung der staatlich anerkannten Lehrgangsträger nach TRGS 519.

Hintergrund: Welche Sachkundeanforderungen für Asbest gelten?
Die Regeln der Gefahrstoffverordnung im Zusammenhang mit notwendigen Tätigkeiten an asbesthaltigen Produkten bauen auf dem Prinzip auf: Je höher das Gefährdungspotential, umso höher werden die Anforderungen an Sachkunde der Beschäftigten (vgl. Nr. 2.4.2 Abs.3 GefStoffV) und an die technische Ausstattung des ausführenden Unternehmens (vgl. dazu Nr. 2.4.3. – Nr. 2.4.5).
Aufgrund des hohen krebserzeugenden Gefährdungspotentials beim falschen Umgang mit Asbest bzw. asbesthaltigen Materialien wird von gewerblichen Asbestunternehmen und Handwerkern Sachkunde nach TRGS 519 gefordert. Diese ist durch einen Lehrgang zu erlangen und wird durch einen Sachkundenachweis in Form einer Urkunde, Teilnahmebestätigung oder Urkunde bestätigt. Sachkundenachweise gelten bundesweit und werden seit Juli 2013 auf sechs Jahre befristet und bleiben nur gültig, wenn rechtzeitig ein Fortbildungslehrgang besucht wird.
Die Inhalte der Lehrgänge sind in der Technischen Regel für Gefahrstoffe, kurz TRGS 519 (letzte Aktualisierung: Januar 2014) in Anlage 3 und 4 festgeschrieben. Die Inhalte für die Fortbildungslehrgänge sind in Anlage 5 der TRGS 519 (Stand: Januar 2014) festgeschrieben. Sachkunde- und Fortbildungslehrgänge müssen zudem staatlich anerkannt sein. Sachkundenachweise gelten für den Zeitraum von sechs Jahren. Nachweise, die vor dem 1. Juli 2010 erworben sind, mussten bis zum 30. Juni 2016 durch Besuch eines Fortbildungslehrgangs nach TRGS 519  erneuert werden. Andernfalls liegt nach dem Stichtag keine Sachkunde mehr vor.