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Landesbetrieb für Straßenbau
 

Alles klar für den Winterdienst!

Medieninformation vom 13.11.2017

13.11.2017

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) hat die Sommer- und Herbstmonate genutzt, um sich auf den bevorstehenden Winter einzurichten. Fuhr- und Gerätepark sind gewartet. Das Personal hat in Fahrsicherheitstrainings Einsätze unter schwierigen Rahmenbedingungen simuliert und den Risiko-Parcours absolviert ( siehe www.saarland.de/229136.htm ). 83 Fahrer haben an den Trainingseinheiten teilgenommen, 35 mit Transportfahrzeugen, 48 mit den LKW, die im Winterdienst auf rund 2200 Kilometern Straßen zum Einsatz kommen werden. Personaleinsatzplänen für die Rufbereitschaft oder Schichtdienste sind unter Dach und Fach.
Die insgesamt 38 eigenen Winterdienstfahrzeuge des LfS werden in der kommenden Saison von 40 Fahrzeugen privater Unternehmen unterstützt. „Umfang des Winterdienstes und der Streugutbedarf sind keine konstant kalkulierbare Größen. In den letzten Jahren haben wir im Saarland sehr milde, aber auch kalte und lange Winter erlebt“, erläutert LfS-Direktor Michael Hoppstädter. „Zudem wechseln sich in unserem kleinen Bundeslang Täler und mittelgebirgsartige Höhenlagen ab. Das macht die Planung und Ausführung des Winterdienstes zu einer diffizilen Angelegenheit.“ Zwischen einer der beiden mit 695 Metern höchsten- und der mit 154 Metern niedrigsten Stelle des Landes im Saartal lägen in nur 16 Kilometern Entfernung voneinander bei Weiskirchen und Saarhölzbach. Die Topografie verursache in den Meistereibezirken uneinheitliche Witterungsbedingungen. Auf engsten Raum – wie im Bereich des Saartales und des 200 Meter höher gelegenen Saargaues – seien die mikroklimatischen Rahmenbedingungen völlig verschieden. Während entlang der Saar vielfach Temperaturen über dem Gefrierpunkt herrschten, verursachten zweihundert Meter Höhenunterschied in den Kreisen Merzig und Saarlouis häufig winterliche Straßenverhältnisse im Grenzraum zu Lothringen und Luxemburg.
Daher müsse der Landesbetrieb sich auf alle denkbaren Szenarien einstellen, so Hoppstädter weiter. In 23 Standorten seien rund 21.000 Tonnen Streusalz eingelagert worden. Hinzu kämen 5.000 Tonnen in einem Sonderlager in Perl. Davon seien 3.000 Tonnen für kooperierende Kommunen vorgesehen. Kontinuierliche und bedarfsorientierte Nachbestellungen von Streustoffen seien vertraglich vereinbart. In den letzten 10 Jahren habe der Streusalzverbrauch durchschnittlich bei knapp über 20.000 Tonnen gelegen, mit einem Spitzenwert von 36.000 Tonnen in der Saison 2009/2010, und den niedrigsten Werten von rund 6.000 Tonnen in den Wintern 2006/2007 und 2013/2014. Vor diesem Hintergrund ist der LfS auch für einen überdurchschnittlich harten Winter gut gerüstet.
Die in der Winterperiode 2013/2014 erstmalig eingesetzten „Sprayer“-Fahrzeugen haben sich bewährt. Sechs insbesondere auf Autobahnen eingesetzte Fahrzeuge sprühen eine in Anlagen des LfS selbst hergestellte Natriumchlorid-Sole auf die Fahrbahn. Diese Methode verspricht bei feuchter Witterung und Temperaturen von bis zu minus 6 Grad Celsius ein hohes Maß an Verkehrssicherheit bei geringem Ressourcenverbrauch. Für drei weitere Fahrzeuge wurde für den kommenden Winter die Möglichkeit geschaffen, diese auch als Sprayer einzusetzen.
Der Winterdienst des LfS erstreckt sich auf saarländische Autobahnen, sowie die Bundes- und Landstraßen außerhalb geschlossener Ortslagen. Für das Räumen und Streuen der Ortslagen sind grundsätzlich die Kommunen verantwortlich. Hier wirkt der LfS auf freiwilliger Basis und nach Abschluss entsprechender Vereinbarungen unterstützend. 33 Kommunen haben für den bevorstehenden Winter Vereinbarungen mit dem Land geschlossen und ihm damit den Winterdienst auf den innerörtlichen Bundes- und Landstraßen übertragen. Neben der Landeshauptstadt Saarbrücken werden allerdings die Kommunen Bexbach, Friedrichsthal, Großrosseln, Heusweiler, Homburg, Illingen, Kleinblittersdorf, Mandelbachtal, Merchweiler, Neunkirchen, Püttlingen, Riegelsberg, Saarlouis, Schiffweiler, Spiesen-Elversberg, St. Ingbert, Sulzbach und Völklingen den Winterdienst auf allen innerörtlichen Straßen komplett in eigener Regie durchführen.