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Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin
 

Deutsch-Französischer Tag: Diskussionsveranstaltung zum Jahrestag des Élysée-Vertrages

22.01.2019 -

Anlässlich des 56. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages kamen auf Einladung des Präsidenten des Landtages des Saarlandes, Stephan Toscani, neben politischen und diplomatischen Vertretern auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Wirtschaft, Kultur und Medien am 22. Januar 2019 in der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin zusammen.

Rede von Stephan Toscani, Präsident des Landtages des Saarlandes, anlässlich der Veranstaltung zum 56. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages
Rede von Stephan Toscani, Präsident des Landtages des Saarlandes, anlässlich der Veranstaltung zum 56. Jahrestag der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages

Anlässlich des 56. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages kamen auf Einladung des Präsidenten des Landtages des Saarlandes, Stephan Toscani, neben politischen und diplomatischen Vertretern auch zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Wirtschaft, Kultur und Medien am 22. Januar 2019 in der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin zusammen.

Da Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron am selben Tag den „Aachener Vertrag“ über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration zur Erneuerung des Élysée-Vertrages unterzeichneten, hätte der Titel der Veranstaltung „Fremde Freunde?! – Deutsche und Franzosen in der EU“ nicht aktueller und treffender gewählt werden können.

Nach einer Begrüßung durch den Dienststellenleiter der Landesvertretung, Thorsten Bischoff, wies Stephan Toscani auf die historische europäische und weltpolitische Bedeutung des Élysée-Vertrages und das Signal das von der nunmehr erfolgten Fortschreibung durch das neue Freundschaftsabkommen zwischen Deutschland und Frankreich ausgeht hin. Hierbei betonte er die Vorreiterrolle des Saarlandes in der deutsch-französischen Zusammenarbeit. So sprach mit dem Präsidenten des Rates des französischen Nachbardepartement Moselle, Patrick Weiten, am 16. Januar 2019 erstmals ein französischer Politiker im Rahmen einer Sitzung des Landtages des Saarlandes und setzte ein starkes Zeichen für die tiefe deutsch-französische Freundschaft und Zusammenarbeit in der Region.

Die anschließende Gesprächsrunde zwischen dem deutschen Journalisten Nils Minkmar und der französischen Journalistin Cécile Calla beschäftigte sich mit den heutigen Sichtweisen der Deutschen und Franzosen auf ihre jeweiligen Nachbarn. Unter Moderation von Norbert Carius wurden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede nicht nur in Bezug auf Politik, sondern auch in gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht herausgearbeitet und dargestellt.

Musikalisch umrahmt wurde der stimmungsvolle Abend von der in Berlin lebenden französischen Sängerin Mélinée unter Begleitung von Jonathan Bratoëff an der Gitarre.

Mit dem Élysée-Vertrag vom 22. Januar 1963 besiegelten Deutschland und Frankreich ihre Freundschaft und legten die Grundlage für die einzigartige Partnerschaft der beiden Länder und dauerhaften Frieden in Europa. Deutschland und Frankreich wirkten und wirken seither als Motor und Impulsgeber eines vereinten und friedlichen Kontinents. Der „Aachener Vertrag“ steht dabei für die feste Absicht der beiden Länder, die historisch gewachsene Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland noch enger zu fassen, weiter auszudifferenzieren sowie auf neue Herausforderungen auszurichten und für die Zukunft zu wappnen. Im Zentrum soll dabei aus Sicht der vertragsschließenden Länder das Ziel stehen, Sicherheit und Wohlstand der Bürgerinnen und Bürger zu fördern und einen gemeinsamen Beitrag für ein starkes und handlungsfähiges Europa zu leisten.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der saarländischen Landesvertretung waren sich darin einig, dass insbesondere dem Saarland als Brücke zwischen Deutschland und Frankreich eine wichtige Bedeutung zukommt, damit diese beispiellose Erfolgsgeschichte auch in Zukunft fortgeschrieben werden kann.