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Landesbetrieb für Straßenbau
 

Verbesserungen an der A6 bei Homburg

01.06.2017
Ausbau der Autobahn-Anschlussstelle Homburg: Zwei Ohren sind heute zu sehen, das dritte soll in der rechten Bildhälfte entstehen. Details zur Planung sind im Faktenblatt dargestellt.
Ausbau der Autobahn-Anschlussstelle Homburg: Zwei Ohren sind heute zu sehen, das dritte soll in der rechten Bildhälfte entstehen. Details zur Planung sind im Faktenblatt dargestellt.

An der bestehenden A6-Anschlussstelle Homburg kommt es vor allem in Verkehrsspitzenzeiten zu Überlastungen und Staus auf der B423. Insbesondere für Pendler ist das ein ständiges Ärgernis. Zwischen der Autobahnabfahrt und der Berliner Straße verkehren jeden Tag 22.000 Fahrzeuge. Um Sicherheit und flüssigen Verkehr zu gewährleisten, hat die Straßenbauverwaltung zwei Projekte in Angriff genommen: Komplettierung der Anschlussstelle Homburg und Neubau einer Anschlussstelle Homburg-Ost. Beide Projekte ergänzen sich, befinden sich aber in unterschiedlichen Planungsstadien. Das saarländische Verkehrsministerium sowie der Landesbetrieb für Straßenbau sind für Planung und Bau zuständig.

Komplettierung der Anschlussstelle Homburg

Die Anschlussstelle soll mit einer zusätzlichen Rampe einschließlich Verteilerfahrbahn sowie Ein-und Ausfädelungsstreifen an der Richtungsfahrbahn Mannheim erweitert werden („3. Ohr“). Für ein ursprünglich zusätzlich diskutiertes „4. Ohr“ konnten Verkehrsuntersuchungen keinen ausreichenden Bedarf nachweisen. Der Bund hat nur dem 3. Ohr zugestimmt.
Der südlich der A6 gelegene Mitfahrerparkplatz soll aus Platzgründen zurückgebaut werden. Als Ersatz soll der nördlich der A6 gelegene bestehende und ebenfalls über die B 423 erschlossene Mitfahrerparkplatz auf 122 Stellplätze erweitert werden.
Im Rahmen des noch durchzuführenden Planfeststellungsverfahrens wird das Bauvorhaben in den betroffenen Gemeinden Kirkel, Bexbach und Homburg ortsüblich bekannt gemacht werden.

Neue Anschlussstelle Homburg-Ost

Die geplante neue Anschlussstelle Homburg-Ost liegt zwischen den Abfahrten Homburg und Waldmohr auf Homburger Gemarkung. Ziel des Vorhabens ist es, die bestehende Anschlussstelle Homburg zu entlasten und das östliche Stadtgebiet besser anzuschließen. Insbesondere die Berliner Straße und die Ortsdurchfahrt von Homburg-Bruchhof, aber auch die Ortsdurchfahrt von Bexbach-Kleinottweiler werden dadurch deutlich von Durchgangsverkehr entlastet.
In der Vorplanung (Stand 2012) der Straßenbauverwaltung wurden sechs Varianten betrachtet. Die damalige Vorzugsvariante der Straßenbauverwaltung von damals ist wegen Änderungen im technischen Regelwerk des Bundes aber heute nicht mehr zulässig. Deshalb muss eine erneute Variantenentwicklung und -bewertung durchgeführt werden. Mit der Stadt Homburg wurde vereinbart, dass das Baurecht mit einem planfeststellungsersetzenden Bebauungsplan erlangt werden soll. Ziel ist eine neue Variantenentwicklung, die neben dem aktuellen technischen Regelwerk auch das geltende Umweltrecht berücksichtigt.
Am 6. August fand dazu im Rahmen der Umweltprüfung der sogenannte Scoping-Termin statt. Ist der Bebauungsplan beschlossen, ist ein Planfeststellungsverfahren, wie es jetzt aktuell bei der Anschlussstelle Homburg ansteht, nicht mehr erforderlich.

Über die Planungen ist in Homburg und Bexbach ist inzwischen eine engagierte Diskussion in Gang gekommen. Das Verkehrsministerium und der Landesbetrieb für Straßenbau haben den Stand der Dinge in einem Faktenblatt zusammengefasst, um die sachliche Auseinandersetzung mit den Projekten zu erleichtern.  Dieses steht in der rechten Spalte als Download bereit.

Untersuchungsergebnisse der PTV Group und Visualisierung der V-KON.media GmbH

2015 wurden umfangreiche Verkehrszählungen und –befragungen mit dem Ziel durchgeführt, das geplante Vorhaben für die Ertüchtigung der Anschlussstelle Homburg erneut auf seine Leistungsfähigkeit zu überprüfen und die Verlagerung von Verkehren durch das notwendige Abhängen der L 218 anhand aktueller Verkehrszahlen zu quantifizieren.

Das Ergebnis dieser Untersuchungen wurde anhand einer Präsentation durch die Verkehrsplaner der PTV Group und einer darauf basierenden Visualisierung durch die V-KONmedia GmbH in einer öffentlichen Informationsveranstaltung am Freitag, den 23.September im Homburger Forum vorgestellt.  Die Präsentation  steht in der rechten Spalte als Download bereit, dort sind auch die Videos verlinkt.