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Arbeitsschutz
 

Betrieblicher Arbeitsschutz

Es ist eine der zentralen Aufgaben der Arbeitsschutzbehörden sicherzustellen, dass die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigen am Arbeitsplatz nicht beeinträchtigt wird. Neben der ‚klassischen‘ Aufsicht und Kontrolle, wie sie vom Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) als Aufsichts- und Genehmigungsbehörde durchgeführt wird, spielt die Information und Beratung der Betriebe, aber auch der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, über eine gesundheitsgerechte Gestaltung der Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe eine zunehmend wichtigere Rolle.

Stellen die Arbeitsschutzbehörden fest, dass in den Betrieben gesundheitsbeinträchtigende Arbeitsbedingungen bestehen, können sie die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um für Abhilfe zu sorgen. In besonders schwerwiegenden Fällen können zum Beispiel gefährliche Produkte vom Markt genommen werden, Arbeitsstätten, Maschinen, Geräte und technische Anlagen stillgelegt oder der Umgang mit Gefahrstoffen untersagt werden.

Arbeitgeber sind verpflichtet, Regelungen und Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu treffen. Dabei hat sich der betriebliche Arbeitsschutz an den allgemeinen Grundsätzen des Arbeitsschutzes zu orientieren, die in § 4 ArbSchG aufgelistet sind.

Allgemeine Grundsätze des Arbeitsschutzes

  1. Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung für Leben und Gesundheit möglichst vermieden und die verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird.
  2. Gefahren sind an ihrer Quelle zu bekämpfen.
  3. Bei den Arbeitsschutzmaßnahmen sind der Stand von Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse zu berücksichtigen.
  4. Maßnahmen sind so zu planen, dass Technik, Arbeitsorganisation, sonstige Arbeitsbedingungen, soziale Beziehungen und Umwelt sachgerecht mit dem Arbeitsplatz verknüpft werden.
  5. Individuelle Schutzmaßnahmen sind nachrangig zu anderen Maßnahmen.
  6. Spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen sind zu berücksichtigen (z. B. Schwangere, Jugendliche).
  7. Den Beschäftigten sind geeignete Anweisungen zu erteilen.
  8. Mittelbar oder unmittelbar geschlechtsspezifisch wirkende Regelungen sind nur zulässig, wenn diese aus biologischen Gründen zwingend geboten sind.

Kontakt

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat C/3
Maria-Elisabeth Berner
Sozialer und medizinischer Arbeitsschutz
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3172