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Glühwein, Nüsse und Zimtwaffeln: Kontrollen auf Weihnachtsmärkten im Saarland – Verbraucherschutzminister Jost zieht positive Bilanz

Pressemitteilung vom 28.12.2016 - 08:30 Uhr

Insgesamt wurden rund 270 Einzelstände in Augenschein genommen. Dabei wurde in erster Linie die Basishygiene, also die Betriebs-, Produkt- und Personalhygiene  kontrolliert, wie z.B. die bauliche Ausstattung der Stände; die Lagerung von Lebensmitteln; der Abstand der Lebensmittel vom Boden; die Kühlung von leichtverderblichen Waren; die Abfallentsorgung und saubere Arbeitskleidung.

Im Rahmen von Schwerpunktaktionen hat das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) im Dezember auf verschiedenen Weihnachtsmärkten Verkaufsstände kontrolliert. Verbraucherschutzminister Reinhold Jost zog eine positive Bilanz: „Gemessen an der Vielzahl der Weihnachtsmärkte und der kulinarischen Vielfalt an den Einzelständen war die Zahl der Beanstandungen sehr gering.  Den Veranstaltern, den Standbetreibern und zahlreichen Helfern auf den Weihnachtsmärkten möchte ich ein großes Lob und auch Dank aussprechen.“ Nicht zuletzt hätten die zahlreichen Beratungsgespräche der Hygieneexperten und die Vortragsreihen der Lebensmittelkontrolleure zusammen mit den Verantwortlichen der Ehrenamtsbörsen in den Landkreisen zum Thema „Hygiene auf Volks- und Vereinsfesten“ dazu geführt, dass die Mindeststandards auch auf den Weihnachtsmärkten im Saarland eingehalten worden sind, betont Jost.

Insgesamt wurden rund 270 Einzelstände in Augenschein genommen. Dabei wurde in erster Linie die Basishygiene, also die Betriebs-, Produkt- und Personalhygiene  kontrolliert, wie z.B. die bauliche Ausstattung der Stände; die Lagerung von Lebensmitteln; der Abstand der Lebensmittel vom Boden; die Kühlung von leichtverderblichen Waren; die Abfallentsorgung und saubere Arbeitskleidung.

Ebenso wurden die Verkehrsfähigkeit der Produkte und die Kennzeichnung (Angabe von Zusatzstoffen, bei gewerblichen Anbietern auch die Allergenkennzeichnung) geprüft. Hierbei wurden nur in wenigen Fällen geringfügige Mängel hinsichtlich der Lagerung der angebotenen Lebensmittel, der Handwaschgelegenheiten und der Kenntlichmachung von Zusatzstoffen und Allergenen festgestellt. Die meisten baulichen und hygienischen Mängel konnten vor Ort noch während der Kontrolle behoben und mit einer Verwarnung geahndet werden.

Im Rahmen einer gemeinsamen Überwachungsaktion mit der Weinkontrolleurin der Landwirtschaftskammer des Saarlandes wurden Glühweinstände aufgesucht und 20 Proben Glühwein und glühweinähnlicher Getränke entnommen. Die Proben stammten alle unmittelbar aus dem Ausschank. Zwei Proben wurden wegen irreführender Bezeichnung bzw. Angaben beanstandet. Bei beiden Glühweinen war der vorhandene Alkoholgehalt unter 7% vol. und damit zu niedrig. Eine der beiden Proben hatte zudem noch einen untypischen Geschmack, schmeckte nach Orange bzw. Orangensaft. Ein Zusatz von Orangensaft zu Glühwein ist nicht vorgesehen. Glühwein wird ausschließlich aus Rotwein oder Weißwein gewonnen und ist hauptsächlich mit Zimt und/oder Gewürznelken gewürzt. Der vorhandene Alkoholgehalt muss mindestens 7% Volumen betragen.

Von den 22 Proben der Nüsse oder Nussmischungen, die zur mikrobiologischen Untersuchung im LAV eingereicht wurden, war keine der Proben zu beanstanden. Insgesamt wurden auch 20 Proben Zimtwaffeln aus handwerklicher Herstellung untersucht. Der Höchstwert von Cumarin von 50 mg/kg nach der VO (EG) Nr. 1334/2008 wurde unter Berücksichtigung der Messunsicherheit bei zwei Proben Zimtwaffeln überschritten. Nach Ansicht der Lebensmittelkontrolleure handelte es sich in den zwei Beanstandungsfällen um fahrlässig begangene Sorgfaltspflichtverstöße im Rahmen der Rezepturführung. Das Fehlverhalten der Hersteller wird mit einer Geldstrafe geahndet.