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Denkmalpflege
 

Herkunft (l)egal? Antiken und die Polizei

Vortrag von Eckhard Laufer (Landeskriminalamt Hessen) am Mittwoch 15. Mai 2019 um 18 Uhr im Museum für Vor- und Frühgeschichte Saarbrücken (Schlosskirche), der Eintritt ist frei.

Schatzsucher am Limes (Foto: HLKA)
Schatzsucher am Limes (Foto: HLKA)

Schon mal im Urlaub auf dem Markt archäologische Antiquitäten angeboten bekommen oder selbst zwischen antiken Ruinen ein Fragment gefunden? Oder im Wald Menschen mit Metalldetektor umherstreifen sehen und sich gefragt: was machen die da und dürfen die das eigentlich? Raubgrabung und Antikenhehlerei sind große Probleme – nicht nur im Mittelmeerraum und dem Orient, auch in unseren Regionen werden durch Sondengänger, Schatzsucher und illegalen Handel wichtige Fundstellen unwiederbringlich zerstört. Einblicke in dieses Spezialgebiet, das gemeinsame Arbeit von Denkmalamt, Altertumswissenschaft und Polizei erfordert, gibt Eckhard Laufer vom Landeskriminalamt Hessen in einem öffentlichen Abendvortrag: „Herkunft (l)egal? Antiken und die Polizei“ – Mittwoch 15. Mai um 18 Uhr im Museum für Vor- und Frühgeschichte Saarbrücken (Schlosskirche), der Eintritt ist frei.

Kriminalhauptkommissar Eckhard Laufer wurde 1966 in Niedersachsen geboren und ist seit seiner Jugend mit der Archäologie befasst. Für sein ehrenamtliches Engagement sowie seinen beruflichen Einsatz zur Eindämmung der Raubgrabungsproblematik in Deutschland wurde er im Jahre 2005 mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz ausgezeichnet. Nach jahrelanger Ermittlungstätigkeit bei der Polizeidirektion in Bad Homburg v.d.H., u.a. auch gegen Raubgräber und Antikenhehler, folgte 2010 der Wechsel zum Hessischen Landeskriminalamt, in die Zentralstelle für Verkehrs- und Kriminalprävention, Koordinierungsstelle Kulturgüterschutz. Zu seinen Aufgaben gehören primär die Gewinnung und Weitergabe von Informationen zur illegalen Schatzsuche (Raubgrabungen) und illegalen Handel mit archäologischen sowie paläontologischen Kulturgütern. Die Informationen sollen interne wie externe Empfänger über die Kriminalitätsphänomene aufklären und sie im Umgang mit Kulturgut sensibilisieren. Auf Bedarf unterstützt er Ermittlungsbehörden im In- und Ausland bei ihrer Arbeit gegen die Kulturgutkriminalität.