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Energie
 

Bergbau bleibt im Saarland ein Thema

01.12.2012
Unter Tage: Im Tonngewölbe unter dem Homburger Schlossberg sprach Wirtschaftsminister Heiko Maas anlässlich der Barbarafeier des Bergbau-Unternehmens Saarmontan. Das Saarland verneige sich vor der Leistung der Bergleute, sagte er.
Unter Tage: Im Tonngewölbe unter dem Homburger Schlossberg sprach Wirtschaftsminister Heiko Maas anlässlich der Barbarafeier des Bergbau-Unternehmens Saarmontan. Das Saarland verneige sich vor der Leistung der Bergleute, sagte er.

Wirtschaftsminister Heiko Maas hat im Umfeld des Barbaratags bekräftigt, dass mit dem Auslaufen des aktiven Bergbaus die Kohle-Ära des Saarlandes keineswegs beendet ist. Bei einer Barbarafeier des Unternehmen Saarmontan in der Homburger Schlossberghöhle wies er darauf hin, dass der Steinkohlebergbau das Saarland und seine Bewohner stark geprägt habe. Es gebe „eine echte Verbundenheit und großen Respekt für die Leistung der Bergleute“. Der Barbaratag solle daher auch in Zukunft als Tag der Erinnerung und der Anerkennung beibehalten werden.

Maas sprach sich dafür aus, herausragende Zeugnisse der Bergbauzeit für nachfolgende Generationen erlebbar zu machen. Was die denkmalgeschützten Anlagen angehe, sei leider nicht alles Wünschenswerte auch finanzierbar, so dass man Prioritäten setzen müsse. Dies werde auf der Grundlage eines Fachgutachtens im Dialog mit den betroffenen Kommunen geschehen.

Industriehistorisch spannende Orte können nach den Vorstellungen des Wirtschaftsministers auch für das touristische Marketing die Rolle von Impulsgebern spielen: „Es kommt darauf an, die einzelnen Standorte, aber auch die Bergehalden und die Bergbau-Wanderwege so zu verknüpfen, dass auch für auswärtige Gäste ein attraktives Gesamtbild entsteht.“ Grenzübergreifende Querverbindungen zu Sehenswürdigkeiten wie ‚La Mine‘ in Petite-Rosselle könnten zusätzliche Anreize schaffen.

Zukunft der Bergbauflächen

Bei der Barbarafeier der Vereinigung Saarländischer Bergingenieure machte Maas darauf aufmerksam, dass der „Lenkungskreis Bergbauflächen“ nach intensiver Arbeit im nächsten Jahr ein Leitbild für den vernünftigen Umgang mit ehemaligen Bergbauflächen und –immobilien vorlegen werde: „Es geht darum, für rund 2.400 Hektar Land neue und nützliche Funktionen zu finden.“ Auch die Option „Neue Energien“ spiele dabei eine wichtige Rolle. Dabei gehe es um Stromerzeugung mit Fotovoltaik ebenso wie um Pumpspeicherkraftwerke. Beim Thema Pumpspeicher werde sich das Saarland dafür einsetzen, sie in das nationale Konzept für die Energiewende einzubeziehen.