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Ausbildung
 

Berufsausbildung: Saarland will einheitlichere Ausbildungsstandards

14.12.2017
Das Saarland setzt sich für einen europaweit einheitlichen Rahmen für die Berufsausbildung ein. Im Bundesrat wird das Thema am Freitag, 15. Dezember, behandelt. Die Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger sieht dringenden Handlungsbedarf, weil die Jugendarbeitslosigkeit in einigen EU-Mitgliedstaaten deutlich die 30-Prozent-Marke übersteigt: „Dies liegt nicht nur an der konjunkturellen Lage dieser Länder. Gemeinsam vereinbarte Kriterien und hohe Qualitätsstandards sollten die Berufsausbildung stärken und würden damit auch die Beschäftigungschancen erhöhen.“ Die Vielfalt nationaler Strukturen und Systeme könne gleichwohl erhalten bleiben.

Dem Übergang von der Schule in die Ausbildung und den Arbeitsmarkt komme aber eine besondere Bedeutung zu. Ihm müsse mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das deutsche duale Ausbildungssystem sieht die Ministerin als gute Grundlage für Verbesserungen auf EU-Ebene: „Nicht zuletzt durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis ist die Jugendarbeitslosigkeit bei uns vergleichsweise gering.“

Ein länderübergreifender gemeinsamer Rahmen werde sich auch positiv auf die Mobilität der Auszubildenden und Beschäftigten auswirken. „Wenn junge Menschen in Europa unter ähnlichen Bedingungen ausgebildet werden, finden sie auch leichter Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt“, so Anke Rehlinger. Daher profitierten insbesondere auch Grenzregionen von einheitlichen Kriterien in der Berufsausbildung.