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Impulse für den Mittelstand
 

Wettbewerbsfaktor Weiterbildung: Kleine und mittlere Unternehmen im digitalen Wandel

12.12.2017
Wie werden sich unsere Arbeitsplätze in Zukunft verändern? Zum Beispiel durch den Einsatz von Assistenzsystemen? Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger machte bei der Fachveranstaltung schon einmal den Test. Foto: © MWAEV
Wie werden sich unsere Arbeitsplätze in Zukunft verändern? Zum Beispiel durch den Einsatz von Assistenzsystemen? Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger machte bei der Fachveranstaltung schon einmal den Test. Foto: © MWAEV

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger ruft die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Saarland dazu auf, in die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu investieren. „Digitalisierung verändert Prozesse, Arbeitsabläufe, Produkte und Dienstleistungen. Gerade die kleinen und mittleren Unternehmen müssen sich dieser Tatsache stellen und Veränderungsprozesse anstoßen. Dazu gehört auch die entsprechende Weiterbildung der Mitarbeiter und Führungskräfte. Je besser die Qualifikation der Beschäftigten in einem Unternehmen ist, umso schneller gelingt es, auf Marktveränderungen zu reagieren. Die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens hängt entscheidend vom Know-how der Beschäftigten ab.“ Das sagte die Ministerin am Montag, 11. Dezember, bei der Fachveranstaltung „Kleine und mittlere Unternehmen im digitalen Wandel“. Knapp 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in die Luminanz am Euro-Bahnhof, um sich über Veränderungen, Handlungsfelder und Fördermöglichkeiten im Zusammenhang mit dem digitalen Wandel zu informieren.

Im Fokus der Veranstaltung stand der Impulsvortrag von Prof. Dr. Gunter Dueck. Unter dem Titel „Digitaler Umbruch in den KMU“ referierte der Mathematiker und Schriftsteller über die zahlreichen Veränderungsprozesse, die im Zuge der Digitalisierung schließlich alle Bereiche eines Unternehmens erfassen. Auch Praxisbeispiele standen auf dem Programm. Welche Tätigkeitsfelder werden künftig wegfallen und wo entstehen neue Aufgaben? Wie kann die Belegschaft bestmöglich an die Veränderungen am Arbeitsplatz herangeführt werden? Drei saarländische Unternehmen berichteten von ihren Erfahrungen mit Umstrukturierungen und erläuterten Lösungsstrategien. 

Wichtigstes Anliegen sei es, „zu sensibilisieren und über die Möglichkeiten zu informieren“, so Anke Rehlinger weiter. „Die kleinen und mittleren Unternehmen sind der Motor des digitalen Wandels. Wenn es im Betrieb nicht funktioniert, dann auch nicht in der Wirtschaft. Deshalb müssen wir gezielt Hilfestellung anbieten und die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten.“

Dieser zentralen Aufgabe widmet sich auch die im Wirtschafsministerium neu geschaffene Abteilung „Energie-, Industrie- und Dienstleistungspolitik“. Hier ist beispielsweise die neue „Netzwerkstelle Digitalisierung“ (DiNet) angesiedelt. Sie berät kleine und mittlere Unternehmen rund um das Thema Digitalisierung und hat den Auftrag, ein regionales Netzwerk zu organisieren. Das neue Förderprogramm „Digital-Starter Saar“ soll saarländische Betriebe ab Frühjahr 2018 gezielt bei der Digitalisierung von Produktions- oder Geschäftsprozessen unterstützen. In Sachen Weiterbildung können die saarländischen KMU durch das Förderprogramm „Kompetenz durch Weiterbildung“ (KdW) finanzielle Unterstützung für die fachliche Weiterbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten. Auch die Weiterbildungsberatung WBB hat die Qualifizierung der Belegschaft im Blick. Berater geben Empfehlungen und unterstützen bei der Suche nach geeigneten Weiterbildungsmöglichkeiten oder bei der Beantragung von Fördermitteln. Beide Maßnahmen werden unterstützt mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) der Europäischen Union.