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Ministerium für Bildung und Kultur
 

Schülerinnen und Schüler aus St. Wendel gewinnen 3. Platz beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Pressemitteilung vom 24.11.2017 - 15:00 Uhr

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Rund 5.000 Kinder und Jugendliche haben in diesem Jahr mitgemacht. Zwei Schülerinnen und ein Schüler aus St. Wendel konnten mit ihrer Arbeit die Jury besonders überzeugen und wurden von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem dritten Preis ausgezeichnet.

Florian Hagenbourger, Marie Hagenbourger und Julia Kümmel aus der 12. Klasse des Arnold-Janssen-Gymnasiums in St. Wendel haben gemeinsam mit ihrem Tutor Johannes Burgard die Geschichte ihres Gymnasiums erforscht.

„Zwischen Christuskreuz und Hakenkreuz. Eine Spurensuche zur Napola-Zeit des Missionshauses St. Wendel“ heißt ihre filmische Dokumentation. Die Schüler_innen haben die Entwicklung des ehemaligen Missionshauses St. Wendel untersucht, das in den 1940er Jahren zu einer sogenannten Nationalpolitischen Erziehungsanstalt (Napola) wurde. Heute befindet sich im Klostergebäude das Arnold-Janssen-Gymnasium.

„Die Beschäftigung mit Geschichte ist nicht nur ein rückwärtsgewandter Prozess, der nützlich ist, vergangene Ereignisse zu kennen und sie zu verstehen. Im Gegenteil: Die Auseinandersetzung mit Geschichte ist entscheidend für das Gegenwartsverständnis, weil wir aktuelle Entwicklungen damit bewerten können. Und sie ist zukunftsorientiert, weil sie uns erkennen lässt, wo wir handeln müssen, damit Fehler der Vergangenheit nicht fortgesetzt oder wiederholt werden“, sagt Christine Streichert-Clivot, Staatssekretärin im Ministerium für Bildung und Kultur.

Streichert-Clivot sitzt im zwölfköpfigen Kuratorium des Geschichtswettbewerbs und freut sich über den Preis für die saarländischen Schüler_innen. Die Auseinandersetzung mit Geschichte wirkt für die Staatssekretärin über die Schule hinaus: „Der Geschichtswettbewerb weckt das  Interesse der Schüler_innen für die eigene Geschichte, die vor der eigenen Haustür stattgefunden hat und oft bis in die Gegenwart nachwirkt. Er fördert die Selbstständigkeit der Kinder und Jugendlichen und stärkt ihr Verantwortungsbewusstsein. Genau das wollen wir unseren Schüler_innen auf ihren Lebensweg mitgeben.“

Hintergrund

Seit 1973 richten die Hamburger Körber-Stiftung und das Bundespräsidialamt den Geschichtswettbewerb aus. Ausgeschrieben wird er in einem zweijährigen Turnus und zu wechselnden Themen.

Thema des 25. Geschichtswettbewerbs war in diesem Jahr: „Gott und die Welt. Religion macht Geschichte“. Bundesweit haben mehr als 5.000 Kinder und Jugendliche mitgemacht. Viele der 1.639 eingereichten Beiträge beschäftigen sich mit Ausgrenzung und Verfolgung aufgrund von Religionszugehörigkeit, dem Verhältnis zwischen Staat und Kirche oder religiösen Traditionen und Bräuchen. Ausgehend von der historischen Analyse stellen die Teilnehmer auch Bezüge zur Gegenwart her.

Im Saarland haben am diesjährigen Wettbewerb rund 100 saarländische Schülerinnen und Schüler teilgenommen und 18 Beiträge eingereicht. Als landesbeste Schule wird das Gymnasium am Stefansberg in Merzig ausgezeichnet.

Mehr Infos zum Wettbewerbsbeitrag gibt es auf der Internetseite des Arnold-Janssen-Gymnasiums unter:

http://www.ajg-wnd.de/2017/08/11/zwischen-christuskreuz-und-hakenkreuz/