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Arbeitsmarkt - Gute Arbeit im Saarland
 

Europäische Arbeitslosenversicherung ist ein Baustein für ein sozialeres Europa

18.10.2018

Die angeschobene Debatte um die Einführung einer europäischen Arbeitslosenversicherung wertet Arbeitsministerin Anke Rehlinger als notwendigen Beitrag zur Weiterentwicklung der europäischen Union. „Es geht um die Frage, ob Europa seine Möglichkeiten nutzt, mehr soziale Sicherheit und mehr Solidarität für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten“, sagt sie. Es sei nicht ausreichend, dass Europa nur Verantwortung bei der Rettung von Banken und der Stabilisierung der Finanzmärkte übernehme.

Der Vorstoß des Bundesfinanzministers schiebe dazu eine wichtige Debatte an. Er hatte ein System zur Stärkung nationaler Arbeitslosenversicherungen vorgeschlagen, dass bei der Stabilisierung von Ländern im Krisenfall helfen soll. Rehlinger: „Gerade was die Frage der Jugendarbeitslosigkeit in einigen Ländern angeht, darf Europa nicht länger zu sehen. Handeln wir nicht, gefährden wir nicht nur weiterhin die europäische Solidarität. Wir schaffen auch den Nährboden für diejenigen, die in der europäischen Idee und unserer Demokratie eher ein Teil des Problems als ein Teil der Lösung sehen.“

Nach Angaben von Eurostat lag im August die Arbeitslosenquote bei den Jugendlichen im erwerbsfähigen Alter (15 bis 24 Jahre) in Griechenland bei 39,1 Prozent, in Spanien bei 33,6 Prozent und in Italien bei 31 Prozent. Selbst in Frankreich, dem wichtigsten europäischen Partner von Deutschland, liegt die Quote noch immer bei über 20 Prozent.