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Impulse für den Mittelstand
 

Rehlinger: Es soll keine Digitalisierungsverlierer geben

09.10.2018

Das Saarland geht systematisch gegen Negativeffekte der Digitalisierung vor. Dies sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger vor dem Hintergrund einer neuen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Politisches Ziel sei es, „die Chancen zu maximieren und die Risiken zu minimieren“, dies sei eine vorrangige Gestaltungsaufgabe der nächsten Jahre.

Rehlinger: „Ein Wirtschaftsraum wie der unsere mit hohem Industrieanteil muss bei zunehmender Digitalisierung besonders wachsam sein. Deshalb haben wir schon 2016 unter dem Titel ‚Saarland Industrieland‘ Leitlinien für den Umgang mit dem Thema ‚Wirtschaft 4.0‘ entwickelt.“ Wesentlich sei es dabei, „dass wir die kleinen und mittleren Unternehmen wettbewerbsfähig mitnehmen in die digitale Wirtschaft“. Mit den Kompetenzzentren „Power4Production“ und „Mittelstand 4.0“ gebe es entsprechende Angebote. Kein Betrieb solle den Anschluss verlieren, „jeder muss die Chance haben, aus der vierten industrielle Revolution Nutzen zu ziehen“, so die Ministerin.

Die Gestaltung der Wirtschaft 4.0 müsse aber immer auch unter der Prämisse „Gute Arbeit“ stehen: „Der Mensch steht im Mittelpunkt. Hier bietet die Digitalisierung auch Chancen für neue Beschäftigung. In diesem Zusammenhang gewinnen die Themen Qualifizierung, Aus- und Weiterbildung immer mehr an Bedeutung und stehen daher auch bei den industriepolitischen Leitlinien im Mittelpunkt. Die Weiterentwicklung des Aus- und Weiterbildungsangebotes von den allgemeinbildenden Schulen über die Berufsausbildung, Hochschullehre bis hin zur Qualifizierung der Beschäftigten muss sich am Puls des technologischen und digitalen Fortschritts orientieren.“

Vor diesem Hintergrund ist auch die Digitalisierungstour zu sehen, die die Ministerin aktuell gemeinsam mit Verdi in saarländischen Dienstleistungsbetrieben absolviert.

Auch das Zukunftsbündnis Fachkräfte Saar hat sich das Thema Digitalisierung seit Beginn zu eigen gemacht. Die betriebsbezogene Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird insbesondere durch das Programm „Kompetenz durch Weiterbildung“ vorangebracht. Auch die vom Wirtschaftsministerium unterstützte und daher kostenfreie Weiterbildungsberatung trägt dazu bei, negative Effekte durch zunehmende Digitalisierung möglichst auszuschließen oder gering zu halten. Rehlinger: „Es soll keine Digitalisierungsverlierer geben. Deshalb geht es mir insgesamt darum, den Beschäftigten in den so genannten ‚substituierbaren‘ Berufen durch neues Wissen auch neue Perspektiven zu eröffnen.“