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Statistik
 

Inflationsrate im Saarland macht einen Sprung auf 1,9 Prozent

Pressemitteilung vom 30.05.2018 - 11:35 Uhr

Die Inflationsrate im Saarland ist wieder deutlich gestiegen. Nach 1,4 Prozent im April machte sie im Mai einen Sprung auf 1,9 Prozent. Das ist nach Angaben des Statistischen Amtes Saarland der höchste Wert seit 13 Monaten. Im Vormonatsvergleich ist der Verbraucherpreisindex um 0,4 Prozent auf einen Stand von 110,6 (Basisjahr 2010=100) geklettert.

Die jüngste Entwicklung auf den Verbrauchermärkten ist vor allem Ausdruck der kräftig gestiegenen Mineralölpreise. So lag der Heizölpreis nach einem Anstieg um 6,0 Prozent binnen Monatsfrist um fast ein Viertel (24,7 %) über dem Vorjahresniveau. Die Preise an den Tankstellen stiegen im Vormonatsvergleich um durchschnittlich 4,3 Prozent an, im Vorjahresvergleich kam so ein Plus von 8,3 Prozent zustande. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Kraftstoffarten: Während sich Superbenzin binnen Jahresfrist lediglich um 6,9 Prozent verteuert hat, zogen die Dieselpreise um 13,0 Prozent an.

Auch die Nahrungsmittelpreise haben zurzeit einen relativ hohen Einfluss auf die Inflationsrate. Im Vergleich zum Monat Mai 2017 wurde hier ein durchschnittlicher Preisanstieg um 3,5 Prozent gemessen. Zu den Preistreibern gehörten neben Butter (+ 32,0 %) und Sahne (+ 32,1 %) auch Gurken (+ 39,0 %) oder Kopf- und Eisbergsalat (+ 29,2 %). Deutlich preiswerter als vor einem Jahr wurden hingegen Kartoffeln angeboten (- 14,5 %).

Pauschalreisende mussten im Mai dieses Jahres gut ein Zehntel (+ 10,4 %) mehr für vergleichbare Reisedienstleistungen zahlen als vor einem Jahr. Vergleichsweise moderat blieb demgegenüber der Preisanstieg bei Beherbergungs- und Gaststättendienstleistungen (+ 1,1 %). Damit hat der selbst organisierte Urlaub im eigenen Land an Attraktivität gewonnen.

Hinweis: Eine Inflationsrate (Veränderung des Verbraucherpreisindexes) von 0,3 Prozent bedeutet vereinfacht gesagt, dass ein Verbraucher für einen unveränderten Warenkorb, der vor einem Jahr z. Bsp. 1.000 Euro gekostet hat, heute 3 Euro mehr ausgeben müsste. Dieser Warenkorb beinhaltet nahezu alle Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten gekauft werden. Neben Nahrungsmitteln und Getränken sind Wohnungsmieten ebenso enthalten wie Bekleidungsartikel, Urlaubsreisen oder Friseurdienstleistungen.
Preissteigerungen bei einer Reihe von Gütern stehen stets auch Preissenkungen bei anderen gegenüber. Die Preisentwicklung der einzelnen Güter wird bei der Ermittlung des Verbraucherpreisindexes entsprechend der jeweiligen Ausgabenanteile eines Durchschnittshaushaltes berücksichtigt.
Die Presseinformation enthält vorläufige Ergebnisse der Berechnungen zum saarländischen Verbraucherpreisindex. Endgültige Ergebnisse werden mit dem Statistischen Bericht MI2 im Internet veröffentlicht (
www.statistik.saarland.de).