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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Siemens: Arbeits- und Sozialministerkonferenz verabschiedet Resolution

Pressemitteilung vom 07.12.2017 - 15:00 Uhr

Auf Initiative von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Anke Rehlinger beteiligt sich das Saarland im Rahmen der Arbeits- und Sozialministerkonferenz in Potsdam an einer Resolution gegen die geplanten Umstrukturierungen der Siemens AG. In dem gemeinsam mit Bayern, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Thüringen gefassten Beschluss äußern sich die Ministerinnen und Minister für Arbeit und Soziales besorgt über die geplanten Umstrukturierungen im Bereich der Turbinen- und Kompressionswerke. Weltweit plant Siemens, rund 6.900 Stellen zu streichen, davon die Hälfte in Deutschland. Auch das Reparaturwerk in St. Ingbert wurde als betroffener Standort in die Resolution mit aufgenommen.

„Neben dem Verlust der Arbeitsplätze hätte die Schließung des Werkes auch Auswirkungen auf andere Industriebetriebe in der Großregion. Sie sind auf die Wartungs- und Reparaturarbeiten am Standort in St. Ingbert angewiesen“, so Wirtschaftsministerin Rehlinger.  Man appelliere an die Siemens AG, nach Alternativen zu Werksschließungen und Personalabbau zu suchen.

Als Begründung nannten die Ministerinnen und Minister neben dem anhaltenden Wirtschaftswachstum in Deutschland auch die gute Auftragslage von Siemens. Das Unternehmen konnte seinen Gewinn 2017 um 11 Prozent auf 6,2 Mrd. Euro steigern. Die Antragsteller des Beschlusses forderten Siemens dazu auf, mit der Arbeitnehmervertretung Kontakt aufzunehmen.

Siemens hatte Ende November bekannt gegeben, auch das Werk in St. Ingbert schließen zu wollen. 30 Arbeitsplätze wären von der Schließung betroffen.