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Arbeitsmarkt - Gute Arbeit im Saarland
 

Versorgungswirtschaft bietet Geflüchteten berufliche Chancen

16.03.2018
Staatssekretär Jürgen Barke zeigt sich bei der Projektvorstellung erfreut darüber, dass Geflüchteten durch eine neue Qualifizierungsmaßnahme der Einstieg in den saarländischen Arbeitsmarkt erleichtert wird. Foto: © MWAEV
Staatssekretär Jürgen Barke zeigt sich bei der Projektvorstellung erfreut darüber, dass Geflüchteten durch eine neue Qualifizierungsmaßnahme der Einstieg in den saarländischen Arbeitsmarkt erleichtert wird. Foto: © MWAEV

Ein spezielles Qualifizierungsprojekt soll geflüchteten Ingenieurinnen und Ingenieuren im Saarland eine einjährige Weiterbildung im Bereich der Energie- und Wasserwirtschaft ermöglichen. Bei einer Informationsveranstaltung in Neunkirchen konnten sich die Mitgliedsunternehmen der Energie- und Wasserwirtschaft ein Bild von dem Projekt und von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern machen.

Staatssekretär Jürgen Barke zeigte sich erfreut über das neue Projekt: „Zur Deckung des Fachkräftebedarfs in der saarländischen Wirtschaft brauchen wir auch Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund. Die Erschließung und Förderung dieser Potentiale kann allerdings nur durch enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Arbeitsmarktakteuren gelingen. Mit dem Projekt wollen wir Erfahrungen und Erkenntnisse zusammentragen,  um diese anschließend für weitere Maßnahmen zur Fachkräftesicherung sowie bei der Heranführung arbeitssuchender Menschen an den Arbeitsmarkt nutzbar zu machen.“

Die einjährige Weiterbildungsmaßnahme beginnt am 3. Mai. Neben Fachtheorie sowie berufsbezogenem Sprachunterricht ermöglichen längere Praxisphasen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen umfassenden Einblick in betriebliche Strukturen und Abläufe. Die Qualifizierungsmaßnahme besteht aus vier Bausteinen.

Zum Einstieg werden Schlüsselqualifikationen trainiert und die Fachsprache geschult. Danach folgt eine 16-wöchige Qualifizierungsphase, in der die Struktur und die Grundlagen der Energie- und Wasserwirtschaft vermittelt werden. Darauf folgt ein 20-wöchiges Betriebspraktikum. Zum Abschluss finden die IHK-Zertifikatsprüfungen statt.

Ausbildungsträger ist die TÜV NORD Bildung GmbH & Co. KG in Ensdorf. Die betrieblichen Praktika werden bei Mitgliedsunternehmen des VEWSaar absolviert.

Der Vorstandsvorsitzende des VEWSaar, Dr. Hanno Dornseifer, betonte: „Wir sind davon überzeugt, dass neben der sprachlichen Qualifizierung, die fundierte berufliche Aus- und Weiterbildung die Integration in die Gesellschaft beschleunigt.“

Das Kooperationsprojekt der saarländischen Jobcenter wird in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium und der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit umgesetzt.

„Die Integration von geflüchteten Menschen mit ihren sehr individuellen Ausgangslagen und Hintergründen ist eine Herausforderung und zugleich eine Chance für den saarländischen Arbeitsmarkt. In engem Schulterschluss haben aus diesem Grund alle Akteure aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung ein Qualifizierungsprojekt konzipiert. Damit können alle sechs saarländischen Jobcenter trägerunabhängig auf ein gemeinsames Qualifizierungskonzept für geflüchtete Menschen zurückgreifen“, so Madeleine Seidel, Geschäftsführerin Operativ der Regionaldirektion Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit.