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Tourismus
 

Erste Erkenntnisse: Digitales Tourismusmarketing in der Großregion

15.03.2018
Die ersten Erkenntnisse des Projektes "Digitales Tourismusmarketing für die Großregion" wurden in der Villa Europa in Saarbrücken präsentiert. Foto: © MWAEV
Die ersten Erkenntnisse des Projektes "Digitales Tourismusmarketing für die Großregion" wurden in der Villa Europa in Saarbrücken präsentiert. Foto: © MWAEV

Auch der Tourismus befindet sich im digitalen Wandel: Um zukunftsfähig aufgestellt zu sein, müssen die Tourismusorganisationen in der Großregion die Ansprache ihrer Kunden und den Umgang mit Informationen überdenken. Das Projekt „Digitales Tourismusmarketing für die Großregion“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, das bereits bestehende touristische Angebot in der Großregion digital weiterzuentwickeln.

Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger: „Das Projekt stellt die Weichen für eine gemeinsame digitale Strategie und soll Maßnahmen möglich machen, die die Partner allein nicht umsetzen können. Mit zielgerichteter Online-Information können wir den Tourismus in der Großregion ankurbeln und den Herausforderungen der Digitalisierung im Tourismus entgegensehen.“

Im Mai 2017 wurde das Projektbüro in der Talstraße in Saarbrücken unter Federführung der Tourismus Zentrale Saarland (TZS) bezogen. Als eine der ersten Aufgabe hat man Analyse-Daten der einzelnen Websites und digitalen Kommunikationskanälen der Partner gesammelt und ausgewertet, um sich so an eine gemeinsame Zielgruppe anzunähern: Woher kommen die Nutzer der Webseiten? Wie alt sind sie? Nach welchen touristischen Themen wird gesucht und welche werden auch tatsächlich gefunden?

Erste Erkenntnisse zeigen nun, dass die User aus Deutschland mit rund 34 Prozent den Hauptanteil des Traffics auf den Webseiten der großregionalen Partner darstellen. Die restlichen User kommen aus folgenden Ländern: Frankreich 19 Prozent. Luxemburg 15 Prozent, Belgien 16 Prozent, Niederlande 6 Prozent, sonstige Länder 11 Prozent.

Unerwartet ist die Altersstruktur der Menschen, die auf den Seiten der großregionalen Partner surfen: Es gib einen vergleichsweise hohen Anteil von Nutzern der Altersstufe 25-34 Jahre.

Große Unterschiede gibt es nach ersten Erkenntnissen noch im Bereich der Sichtbarkeit der einzelnen Webseiten. Während einige Partner bereits mit ihren Themen präsent in Suchmaschinen vertreten sind und auch je nach Suchbegriff direkt an prägnanter Stelle angezeigt werden, gibt es weniger präsente Partner, bei denen noch Luft nach oben ist.
Ganz nach dem Motto „Was bringt es, wenn ich tolle touristische Produkte habe, aber sie niemand zielgerichtet finden kann?“ soll sich das nun ändern: Auf die ersten Erkenntnisse folgt die detaillierte, grenzübergreifende Online-Marktforschung. Mit innovativen methodischen und technischen Ansätzen erhalten die Partner und die Partnergemeinschaft so komplett neue Einsichten in die Gewohnheiten und Interessen der Nutzer. Zielgruppendaten können um die Lebenswelten der Menschen erweitert werden.

Die daraus resultierenden Ergebnisse werden dazu dienen, maßgeschneiderte digitale Services zu schaffen, die die Nutzer entlang ihrer Reise durch die Großregion begleiten. Das können Reiseblogs, Fotos, Videos, Infografiken, Apps und vieles mehr sein.

Birgit Grauvogel, Geschäftsführerin der Tourismus Zentrale Saarland: „Die Ergebnisse werden aber auch dazu verwendet, Optimierungsansätze im Digitalisierungsprozess jedes Partners zu erkennen und anzugehen. Für jeden Partner soll ein Mehrwert in seiner Region geschaffen werden, indem er, seinen Bedürfnissen entsprechend, weiteres Coaching erhält, um den digitalen Wandel in der eigenen Organisation zu gestalten.“

Auch Sandra De Taeye, Direktorin der Tourismusagentur Ostbelgien sieht in dem Projekt einen großen grenzüberschreitenden Mehrwert: „Dank der Teilnahme an diesem sehr ambitionierten Projekt wird es auch einer kleinen Agentur wie der Tourismusagentur Ostbelgien ermöglicht, Trends zu erkennen und der Marktentwicklung Stand zu halten."

Hintergrund

Das Projektvolumen beträgt insgesamt 4,85 Mio. Euro. Bis 2020 werden durch das europäische Gemeinschaftsprojekt Interreg V-A dem Saarland 3,18 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Die Finanzierung teilt sich wie folgt auf: 60 Prozent EFRE, 40 Prozent Kofinanzierung durch das Saarland, das Großherzogtum Luxemburg, Lothringen und die Tourismusagentur Ostbelgien. Die Partner führen die Pflege der Anwendungen eigenständig nach Projektende fort.

Operative Projektpartner:

1. TZS als federführende Begünstigte
2. Comité Régional du Tourisme de Lorraine
3. Luxembourg for Tourism
4. Fédération touristique du Luxembourg belge
5. Fédération touristique de la Province de Liège
6. Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH
7. Tourismusagentur Ostbelgien
8. Wallonie Tourisme CGT
9. Meuse Tourisme

Strategische Partner:

1. Moselle Attractivité
2. Meurthe et Moselle Tourisme