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Tipps und Tricks für heiße Tage

Abkühlung tut bei heißen Temperaturen gut
Abkühlung tut bei heißen Temperaturen gut

Hitzewarnung

Übermäßige Hitze lässt sich besser ertragen, wenn man sich darauf vorbereiten kann. Deshalb hat der Deutsche Wetterdienst ein Warnsystem eingerichtet, um bei erwarteten Temperaturen über 32°C vor Hitzebelastung und bei Temperaturen über 36°C vor extremer Hitzebelastung zu warnen. Diese Warnungen werden auch im Saarland kreisbezogen an Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und andere Dienste weitergegeben. Bei extremer Hitze wird zusätzlich die Presse unterrichtet.

Tipps und Tricks für heiße Tage

Der Deutsche Wetterdienst hat auf seiner Homepage einen Hitzewarnnewsletter eingerichtet:

Unter www.dwd.de/newsletter können Sie diesen Newsletter „Hitzewarnungen“ neben weiteren Newslettern per e-mail abonnieren. Bitte beachten Sie, dass Sie lediglich für 4 Regionen den Newsletter beziehen können.

Sie erhalten aktuelle Informationen über die zu erwartenden Temperaturen.

Warnung vor starker Wärmebelastung: Warnschwelle 32 Grad

Warnung vor extremer Wärmebelastung: Warnschwelle 38 Grad 

Was können Sie tun?

  • Passen Sie den Tagesablauf der Hitze an, machen Sie während der größten Mittagshitze wenn möglich eine Siesta und bleiben bevorzugt in kühlen Räumen. Räume im Untergeschoss sind hierzu hervorragend geeignet.
  • Vermeiden Sie übermäßige körperliche Anstrengung und Leistungssport!
  • Trinken Sie, wenn Sie körperlich arbeiten müssen, noch mehr als sonst, Koffein (Kaffee, Cola usw.) oder Alkohol sind dabei schädlich.
  • Halten Sie sich im Freien bevorzugt im Schatten auf, leichte Kopfbedeckung, Sonnenbrille und wirksames Sonnenschutzmittel gehören dazu!
  • Lassen Sie niemals Menschen oder Tiere in einem geparkten Fahrzeug zurück!
  • Trinken Sie, auch ohne Durst, reichlich Wasser oder Fruchtsaft. Trinken Sie mehr, wenn Ihr Urin sich dunkel verfärbt. Meiden Sie Alkohol, Koffeinund süße Limonaden. Diese machen Durst, statt ihn zu löschen.
  • Nehmen Sie mehrfach täglich kleine leichte Mahlzeiten ein.
  • Meiden Sie allzu kalte Speisen und Getränke, verzichten Sie nicht auf Salz.
  • Lassen Sie tagsüber die Fenster und Läden oder Vorhänge zu, lüften Sie nachts und morgens.
  • Genießen Sie eine kühle Dusche.
  • Tragen Sie leichte, helle Kleidung.
  • Widerstehen Sie der Versuchung, die Klimaanlage zu tief zu stellen.

Hitze – eine Gefahr?

Große Hitze belastet den Körper, weil die Körpertemperatur nur durch vermehrtes Schwitzen eingehalten werden kann. Wenn die Verluste nicht ausgeglichen werden, kann Flüssigkeits- und Salzmangel die Folge sein. Hitzschlag und Sonnenstich entstehen durch direkte Hitzeeinwirkung. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, Senioren und Herz-Kreislauf-Kranke. Auch Pflegebedürftige und Behinderte bedürfen unserer besonderen Sorgfalt. 

Vorsicht Hitzeschlag!

Ein Hitzschlag entsteht, wenn die Fähigkeit zur Wärmeregulation versagt; es kommt zu einer Überwärmung des Körpers. Zeichen sind heiße, trockene, rote Haut, Unruhe, Kopfschmerzen, Schwindel, Durst, Schläfrigkeit bis hin zu Bewusstlosigkeit und Krampfanfällen. Hohes Fieber und schneller Herzschlag gehören dazu.
Hitzschlag ist lebensgefährlich. Rufen Sie sofort einen Arzt! Bringen Sie den Patienten in schattige, kühle Umgebung und lassen ihn, wenn noch möglich, trinken. Lockern Sie die Kleidung, machen Sie kühle, feuchte Umschläge und sorgen Sie für Luftzug, (Ventilator, notfalls durch Wedeln). Haben Sie den Arzt gerufen? 

Sonnenstich

Sonneneinstrahlung auf den unbedeckten Kopf kann ihn übermäßig aufheizen. Es kommt zu einer Reizung der Hirnhäute und zum Sonnenstich mit Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und hochrotem, heißem Kopf. Auch hier sind sofortiger Notarztruf, Lagerung im Kühlen, Anbieten von kühlen Getränken und Kühlung mit feuchten Umschlägen notwendig.
 
Zusätzliches bei häuslicher Pflege

Räume

  • Nutzen Sie den kühlsten Aufenthaltsraum im Haus, z.B. im Untergeschoss oder nach Norden gelegen. Schließen Sie tagsüber Fenster, Läden und Vorhänge.
  • Kontrollieren Sie die Raumtemperatur morgens, mittags und abends. Sie sollte nicht über 26°C liegen.
  • Lüften Sie nachts und morgens, sorgen Sie dann für Querlüftung.
  • Denken Sie daran, dass alle Elektrogeräte Wärme abgeben, schalten Sie alles, was nicht gebraucht wird, ab. Bei Fernseh- und Radiogeräten Stecker ziehen!
  • Klimageräte sind nützlich, sie sollten aber nicht zu tief eingestellt sein, 24 – 26°C ist ein guter Bereich.
  • Hängen Sie feuchte Tücher im Raum auf, wenn das Wetter nicht zu schwül ist.
  • Achten Sie auf leichte, helle Bekleidung.
  • Verwenden Sie leichte Bettwäsche, zum Zudecken genügt ein Laken.

  
Speisen und Getränke

  • Halten Sie verschiedene Getränke bereit, die gerne genommen werden: Früchtetee, Kräutertee, Fruchtschorle, Leitungswasser, Mineralwasser usw. Koffein und Alkohol sind nicht gut, weil sie entwässern. Wenn es unbedingt Kaffee sein muss, dann immer ein großes Glas Wasser dazu!
  • Bieten Sie noch häufiger als sonst Getränke an. In jeder Stunde ein bis zwei Gläser.
  • Lassen Sie mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich trinken, behalten Sie dabei die Übersicht, z.B. mit Strichliste.
  • Geben Sie mehr zu trinken, wenn der Urin sich dunkel färbt; achten Sie auf die Ausscheidung.
  • Achten Sie besonders bei starkem Schwitzen auf ausreichende Salzzufuhr und vermeiden Sie dann natriumarmes Mineralwasser.
  • Bieten Sie mehrere kleine, leichte Mahlzeiten an. Meiden Sie schwer verdauliche Speisen wie fetten Braten, Hülsenfrüchte oder fette Kartoffelgerichte.
  • Reichen Sie vermehrt Salate, Obst und Gemüse; Melonen und Wassermelonen werden gerne genommen.


Weitere Maßnahmen bei häuslicher Pflege

  • ärztliche Vorschriften und Empfehlungen bei bestimmten Erkrankungen haben immer Vorrang!
  • Beachten Sie, dass bei großer Hitze Lebensmittel schneller verderben! Kühlen Sie sie ausreichend oder brauchen sie schnell auf.
  • Durchfallerkrankungen bedeuten eine besondere Gefahr, holen Sie ärztliche Hilfe!
  • Lassen Sie, besonders in großen Gebäuden, Trinkwasser aus der Leitung eine Weile laufen, bis es kühl wird.
  • Nutzen Sie Kühlmöglichkeiten wie kühles Fußbad oder kühlende Körperlotion
  • Kontrollieren Sie die Körpertemperatur, bei großer Hitze mehrfach täglich. Sie sollte 37°C nicht übersteigen.
  • Achten Sie auf Zeichen eines beginnenden Hitzschlags wie Unruhe, Verwirrtheit, Erbrechen. Auch kühle, trockene Haut bei Fieber kann ein Alarmsignal sein. Rufen Sie dann einen Arzt!
  • Sehen Sie noch häufiger als sonst nach Ihren Angehörigen.
  • Wechseln Sie durchgeschwitzte Bettwäsche häufiger als sonst üblich.
  • Benutzen Sie bei Inkontinenz lieber eine Netzhose mit Einlage als eine plastikumhüllte Einwegwindel.
  • Bei häuslicher Pflege in großer Hitze müssen Sie Ihre Anstrengungen vor allem darauf richten, für Kühlung zu sorgen und ausreichend Flüssigkeit zu geben.
  • Und schließlich: Denken Sie bei aller Belastung auch an Ihr eigenes Wohlbefinden!

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