Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Gesundheit
 

Blutspende

Wenn Sie Blut spenden wollen, wenden Sie sich an:

  • Universität des Saarlandes, Institut für Klinische Hämostaseologie und Transfusionsmedizin, Telefon: 06841/16-22540
  • Klinikum Saarbrücken , Telefon: 0681/963-2560
  • Deutsches Rotes Kreuz, Landesverband Saarland, Telefon: 0681/5004-611

 

Folgende drei Grundvoraussetzungen müssen gegeben sein, wenn Sie Blutspender werden wollen:

Sie sind zwischen 18 und 68 Jahren alt.
Sie wiegen mindestens 50 kg.
Sie sind gesund.
Sie melden Sie sich mit Ihrem Personalausweis an und erhalten einen Fragebogen, den Sie ausfüllen. Sie werden gefragt

  •  nach Krankheiten, Unfällen, Knochenbrüchen, Operationen und kleineren medizinischen Eingriffen (einschließlich Zahnziehen),
  •  nach Auslandsaufenthalten,
  •  nach Zugehörigkeit zu Risikogruppen oder sexuellen Kontakten zu Personen aus diesem Bereich (HIV-Infektions-und AIDS-Gefahr),
  •  nach Alkohol-,Drogen-oder Suchtmittelabhängigkeit,
  •  nach Medikamenten (einschließlich Schmerzmitteln),
  •  nach Tätowierungen, Akupunktur, Durchstechung von Nase oder Ohr in den letzten 6 Monaten
  •  und bei Frauen nach Schwangerschaften.
     

Der Arzt der Spendestelle untersucht Sie dann und spricht mit Ihnen über den Fragebogen. Er entscheidet zu Ihrem Schutz und zum Schutze des Empfängers darüber, ob Sie spenden können.
 
 
Was bei der Spende geschieht

Sie machen es sich auf einer Liege bequem. Eine Krankenschwester führt die Blutentnahme durch. Ein kleiner Stich -und dann geht alles wie von selbst. Es wird nur steriles Einwegmaterial verwendet, so daß die Übertragung von Infektionskrankheiten absolut ausgeschlossen ist. Wenn 450 Milliliterabgenommen sind, wird die Nadel schmerzlos entfernt und die Einstichstelle mit einem Pflaster versehen. Dann dürfen Sie sich ein wenig ausruhen. Alles in allem dauert das Ganze weniger als eine Stunde. Eine Stunde, die Menschenleben retten kann!
 
 
Was Sie vor und nach der Blutspende beachten sollten ...

Wenn Sie zum Spenden kommen, sollten Sie nicht hungrig oder übermüdet sein. Bitte verzichten Sie etwa 12 Stunden vorher auf größere Mengen Alkohol und fettreiche Kost. Am besten ist es, wenn Sie zwei Stunden vor der Spende eine leichte, flüssigkeitsreiche Malzeit zu sich nehmen, nach Möglichkeit keine fette und eiweißreiche Kost wie Milch oder Käse. Bitte warten Sie 30 Minuten, bevor Sie nach der Spende wieder am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. 
 
Was außerdem wissenswert ist ...

Ihr Körper hat das gespendete Blut innerhalb von ein bis vier Wochen wieder vollständig erneuert. Jede Blutspende ist ein gutes Training für den Kreislauf.
Die nächste Vollblutspende ist bei Männern nach frühestens acht, in der Regel nach 12 Wochen möglich, Frauen sollten nicht mehr als drei bis vier mal im Jahr spenden.
Bei Ihrer zweiten Spende erhalten Sie einen Spenderpaß mit ausgewiesener Blutformel. Wenn Sie den Paß bei Ihren Personaldokumenten aufbewahren, kann das in lebensbedrohlichen Situationen für Sie selbst sehr hilfreich sein. Da bei jeder Spende Ihr Blut untersucht wird (einschließlich AIDS-Test), haben Sie außerdem jedesmal eine kleine Gesundheitskontrolle. 
 
 
Was ist Thrombocyten- oder Plasmaspende?


Die Thrombozytapherese (Thrombozytenspende) und die Plasmapherese (Plasmaspende) sind seit Jahrzehnten angewandete Verfahren, bei denen Blutplättchen (Thrombozyten) und das Blutplasma durch maschinelle Zentrifugation außerhalb des Körpers von den übrigen Zellen des Blutes (Erythrozyten, Leukozyten) getrennt und gesammelt werden. Dies dauert ca. 1-1,5 Stunden und ist von der Kreislaufbelastung mit einer normalen Blutspende vergleichbar. Die nicht benötigten Blutzellen werden dabei während des Verfahrens dem Spender zurückgegeben. Bei einer Thrombozytapherese bzw. Plasmapherese werden dem Spender 600 ml Plasma entnommen. Dieses enthält Blutplättchen bzw. verschiedene Eiweiße,die größtenteils innerhalb von 48 Stunden nach der Plasmaspende von der Leber nachgebildet werden.

Wofür werden Thrombocyten und Blutplasma benötigt?

Thrombozyten bzw. Blutplasma werden Patienten mit schweren Blutgerinnungsstörungen,großem Blutverlust (beispielsweise Verkehrsunfälle) oder ausgedehnten Operationen (zum Beispiel Lebertransplantationen) verabreicht.


Gibt es Risiken?

Die Thrombozyten- und Plasmaspende wird im allgemeinen gut vertragen. Nebenwirkungen wie Blutdruckabfall, leichte Kreislaufschwäche oder Übelkeit können, wie bei jeder Blutspende, auftreten. Ein Kreislaufkollaps ist jedoch selten.
Die Plasmapherese wird nach den Richtlinien der Bundesärztekammer durchgeführt. Hierbei werden regelmäßig Blutbild- und Serumeiweißkontrollen vorgenommen, um die Spendefähigkeit zu sichern und gesundheitliche Beeinträchtigungen zu vermeiden. Ebenso werden für die Empfängersicherheit alle notwendigen Untersuchungen auf gefährliche Virusinfektionen durchgeführt. Außerdem wird das gespendete Plasma sechs Monate tiefgefroren in Quarantäne gehalten und erst nach erneuter Spenderkontrolle für die Transfusion freigegeben.


Was muss man beachten?

Wie bei der Vollblutspende, sollte der Plasmaspender nicht nüchtern zur Spende erscheinen, während und nach der Plasmaspende viel Flüssigkeit zu sich nehmen, anschließend eine kleine Ruhephase einhalten und im Imbiß etwas essen. Vermeiden Sie vor der Spende fettreiche Kost.


Wie oft kann man Blutplasma spenden?
Da die Bestandteile des Blutplasmas innerhalb kurzer Zeit nachgebildet werden, ist es möglich, alle 14 Tage Blutplasma zu spenden; die zulässige Jahresmenge liegt bei 25 Litern Plasma (bei uns werden maximal 15 Liter entnommen).

Foto: Saarland

Blutspende-Bündnis Saarland