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Gesundheit
 

Influenza, Pandemieplan

Unter Influenza versteht man eine Erkrankung der Atemwege durch Influenza-Viren mit Begleitreaktionen des ganzen Körpers. Erreger der Grippe sind Influenza-Viren. Die Viren können ihre genetische Informationen verändern. Aus diesem Grund kommt es nicht zu Resistenz, wie bei anderen Viruserkrankungen, sondern es sind immer wieder neue Krankheitsausbrüche mit anderen Virusstämmen möglich. Kleinere Veränderungen führen zu kleineren Ausbrüchen (etwa alle ein bis drei Jahre). Anders als das Influenza-B-Virus ist das Influenza-A-Virus aber auch zu stärkeren Veränderungen in der Lage, was etwa alle 10 bis 15 Jahre zu globalen Epidemien führt. Seit 1977 zirkulieren weltweit zwei verschiedene Subtypen des Influenza-A-Virus. Influenza-B-Erkrankungen haben meist einen milderen Verlauf als die A-Erkrankungen, Influenza-C-Viren führen dagegen nur sporadisch zu menschlichen Erkrankungen. Von einer Influenzaepidemie spricht man, wenn 10-20% der Bevölkerung infiziert sind.
 
Die Geflügelpest (Aviäre Influenza) ist eine durch ein Influenza A-Grippevirus verursachte Krankheit, die seit Ende 2003 in Südostasien grassiert. Ausbrüche bei Geflügel wurden in China, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Indonesien, auf den Philippinen, in Kasachstan, Russland, Mongolei, Rumänien, Türkei und Kroatien bestätigt. In Großbritannien war der Erreger nicht bei einem frei lebenden Tier nachgewiesen worden, sondern bei einem importierten Papagei, der nach Behördenangaben direkt nach der Einfuhr in Quarantäne verendete. Bis jetzt ist die Infektionsgefahr für den Menschen gering. Bis Anfang Dezember 2005 wurden weltweit 133 Erkrankungsfälle registriert, und zwar in Vietnam (93), Thailand (21), Kambodscha (4), Indonesien (12) und China (3).Zum Vergleich: Alleine in Deutschland erkranken jeden Winter durchschnittlich über eine Million Menschen während der alljährlichen Grippewelle. Allerdings ist das zur Zeit aufgetauchte Vogelgrippevirus für den Menschen sehr pathogen: Etwa die Hälfte der Erkrankten (68 Menschen) starben. Eine gute Überwachung der epidemiologischen Situation (sogenannte "SURVEILLANCE") ist deshalb notwendig, um rechtzeitig erkennen zu können, ob das Virus zusätzlich zu seiner Pathogenität auch noch die Fähigkeit einer leichten Übertragbarkeit auf den Menschen erwirbt.Zum Glück ist das bislang nicht der Fall. Mit nur wenigen und nicht endgültig geklärten Ausnahmen erfolgte die Ansteckung direkt durch Kontakt mit infizierten Vögeln. Eine stabile Übertragungskette innerhalb der menschlichen Bevölkerung, wie bei der alljährlichen Grippewelle, wurde bisher nicht beobachtet.Seit 1968 wird die jedes Jahr im Winter stattfindende "Grippewelle" durch zwei sogenannte SUBTYPEN des Influenza-A-Virus, nämlich H1N1 und H3N2, verursacht. Diese Subtypen werden durch die Grippeschutzimpfung erfasst. Eine Grippepandemie kann also nur durch einen "neuen" Subtyp ausgelöst werden.

Ansprechpartner

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Abteilung E
Dr. Thomas Lamberty
Gesundheit
Franz-Josef-Röder-Straße 23
66119 Saarbrücken
E-Mail-Kontakt
Telefon
(0681) 501-3141

Merkblätter zum Thema Influenza und Pandemie

Saarländischer Pandemieplan

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