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Gesundheit
 

Ebolafieber

 

Erreger/Übertragung
Ebolafieber-Viren werden zu den hämorrhagischen Fiebern gerechnet.

Das natürliche Reservoir für Ebolafieber-Viren ist nicht abschließend geklärt. Es gibt aber Hinweise, dass afrikanische Fledermäuse, insbesondere Flughunde, das natürliche Virusreservoir sind. Das Virus ist auch auf Affen übertragbar.

Der Mensch steckt sich auf natürliche Weise durch Kontakt mit infizierten Tieren oder deren Blut, Ausscheidungen und sonstigen Körperflüssigkeiten an.

Das Ebola-Virus wird von Mensch zu Mensch durch engen und direkten Körperkontakt mit infizierten Körperflüssigkeiten übertragen. Das höchste Infektionsrisiko besteht durch Blut, Stuhl, Erbrochenes und Urin.

Das Virus wird erst bei Auftreten von Krankheitssymptomen übertragen, diese treten im Mittel nach etwa 8 - 10 Tagen und maximal 21 Tagen nach Ansteckung auf. Die Ansteckungsgefahr ist zu Beginn deutlich geringer als im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung.

Das Virus wird nicht über die Luft übertragen. Bei einem Abstand von mehr als ein Meter von einem Erkrankten ist eine Übertragung der Ebola-Viren sehr unwahrscheinlich.

Symptome
Zeichen einer Ebolafieber-Erkrankung ist der plötzliche Erkrankungsbeginn mit Fieber, Schwäche, Muskel-, Kopf- und Halsschmerzen. Die fortschreitende Erkrankung ist gekennzeichnet durch Erbrechen, Durchfall und Hautausschlag. Schließlich kommt es zu Leber- und Nierenschädigungen, diffusen Einblutungen und Multiorganversagen. 30% bis 90% der Patienten versterben. Beim aktuellen Ausbruch in Westafrika verstirbt mehr als die Hälfte der Erkrankten.

 

Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZGA)
Allgemeine Informationen zum Ebolafieber hat die Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA) in einem Erregersteckbriefzusammengestellt: http://www.infektionsschutz.de/ebola

Robert Koch-Institut (RKI)
Weitere Infos gibt es auch beim Robert Koch-Institut. Neu eingestellt wurde das Rahmenkonzept Ebolafieber. Es fasst die vorhandenen Informationen, Empfehlungen und Regelungen zum Management von Erkrankungen in Deutschland zusammen. Es werden Aspekte wie Diagnostik, Behandlung, Umgang mit Kontaktpersonen, Schutzausrüstung, Desinfektion, Abfallbeseitigung und Umgang mit Abwasser beleuchtet: http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/E/Ebola/Ebola-Virus.html

Auswärtiges Amt
Infos zur aktuellen Situation finden Sie auch beim Auswärtigen Amt: https://www.auswaertiges-amt.de/


Zu beachten:

Der Verdacht, die Erkrankung sowie der Tod an virusbedingten hämorrhagischen Fiebern sind nach §§ 6 und 7 Infektionsschutzgesetz (IfSG) meldepflichtig.

Umgehende Meldung eines Verdachtsfalles „Ebolafieber“ an das zuständige Gesundheitsamt:

Während der Dienstzeiten:

Regionalverband Saarbrücken, Telefon 0681-506-0

Landkreis Saarlouis, Telefon 06831-444-700

Landkreis Merzig, Telefon 06861-80-420

Landkreis St. Wendel, Telefon 06851-801-0

Landkreis Neunkirchen, Telefon 06824-906-0 

Saarpfalz-Kreis, Telefon 06841-104-0

Die Rufbereitschaft der Gesundheitsämter ist außerhalb der Dienstzeiten über das Lagezentrum bei der Saarländischen Polizei erreichbar – Telefonnummer: 0681-962-5633.