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Gesundheit
 

Patientenfürsprecher § 8 Saarländisches Krankenhausgesetz (SKHG)

Krankenhausaufenthalte werden von Patientinnen und Patienten oft als Krise empfunden.  Neben Verängstigung und Verunsicherung macht sich oft ein Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber der Institution bemerkbar. Gerade dort brauchen Patientinnen und Patienten Ansprechpartner, die ihnen Information, Beratung, Fürsprache und Vermittlung in Bezug auf ihre Situation bieten.

Die Saarländische Landesregierung hat daher bereits im Jahr 1987 in § 28 des Saarländischen Krankenhausgesetzes (SKHG) die Patientenfürsprecherin bzw. den Patientenfürsprecher verankert. Mit der Novellierung des SKHG am 13. Juli 2005 wurde der § 8 Patientenfürsprecher weiter aktualisiert und ist heute auf einem zeitgemäßen, weitreichenden und aktuellen Stand.

Die stationäre Behandlung von Patientinnen und Patienten bringt als Besonderheit mit sich, dass Belange der Privat-, oftmals auch Intimsphäre der Patientin und des Patienten betroffen sind. Mit der Verankerung der Stellung der Patientenfürsprecherin bzw. des Patientenfürsprechers im SKHG wurde eine gegenüber dem Krankenhausträger und den zuständigen Behörden unabhängige und zugleich zur Verschwiegenheit verpflichtete Stelle geschaffen die, von der Patientin oder dem Patienten beauftragt, gegebenenfalls gegenüber den verschiedenen an der Krankenversorgung beteiligten Stellen vermitteln und auf die Abstellung von Defiziten hinzuwirken kann.  Die Stellung der Patientenfürsprecherin bzw. des –fürsprechers ist damit zugleich ein Instrument zur Vermittlung und Streitvermeidung.

Die Arbeit der Patientenfürsprecherin bzw. der –fürsprecher ist ein unverzichtbarer Beitrag zur Patientenzufriedenheit in einem Krankenhaus.

Um den Krankenhäusern eine Hilfestellung im Umgang mit dem § 8 SKHG zu geben, wurde einvernehmlich ein Merkblatt entwickelt, welches die wichtigsten Bestandteile des § 8 SKHG aufgreift und kurz und prägnant auf einer Seite darstellt.

Die Patientenfürsprecherinnen und –fürsprecher und das Qualitätsmanagement in den Krankenhäusern sollen sich ergänzen und im gemeinsamen Interesse zum Wohle der Patienten zielführend und lösungsorientiert miteinander arbeiten.