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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Fechinger Talbrücke: Realisierungswettbewerb geht in die entscheidende Phase

Pressemitteilung vom 06.02.2019 - 14:00 Uhr

Knapp drei Jahre nach der Sperrung der Fechinger Talbrücke geht der Realisierungswettbewerb für den Ersatzneubau des zurzeit rund 400 Meter langen Bauwerks in die entscheidende Phase. Am Montag, 4. Februar, endete die Abgabefrist für den Realisierungswettbewerb, den der Landesbetrieb für Straßenbau ausgeschrieben hatte. Sieben Vorschläge wurden fristgerecht eingereicht und heute einer formalen Prüfung unterzogen. Ein wichtiges Ziel der eingereichten Entwürfe ist es, den Verkehr auch während der späteren Bauphase mit nur geringen Einschränkungen aufrechterhalten zu können.

Die Wettbewerbsteilnehmer sind Bietergemeinschaften namhafter deutscher Ingenieur- und Architekturbüros, darunter auch einige mit Partnern aus dem europäischen Ausland. Die Wettbewerbsbeiträge werden nun nach formaler Prüfung auch technisch und wirtschaftlich geprüft. Am 27. und 28. März entscheidet dann eine Fachjury aus Bauingenieuren, Architekten, Vertretern des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), der saarländischen Straßenbauverwaltung und der Landeshauptstadt Saarbrücken über den Gewinner. Sie bewertet die Lösungsansätze unter anderem in Hinsicht auf Wirtschaftlichkeit, Konstruktion, Ästhetik, und landschaftliche Einbindung. Die Arbeit der erstplatzierten Arbeitsgemeinschaft wird dann in den anschließenden Planungsstufen weiter verfolgt. Die Wettbewerbsarbeiten sind im Anschluss an das Wettbewerbsverfahren für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Fechinger Talbrücke als Bauwerk auf einer der Hauptverkehrsachsen des Saarlandes ist von besonderer Bedeutung für den Pendler- und Güterverkehr in der Großregion, aber auch das Tor zur Landeshauptstadt aus Mannheim kommend und von großen Teilen der Landeshauptstadt sichtbar. Damit ist sie ein Bauwerk, welches das Stadtbild prägt, insbesondere für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile Fechingen und Brebach. Ziel des Realisierungswettbewerbs ist es deshalb, die optimale Lösung der Planungsaufgabe besonders auch mit Blick auf die Förderung der Baukultur zu finden. Im Rahmen des Wettbewerbs wird daher das gestalterisch, funktionell, ökologisch und wirtschaftlich beste Ergebnis gesucht, welches gleichzeitig die beschriebenen Rahmenbedingungen bestmöglich erfüllt und von dem eine breite Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu erwarten ist.

HINTERGRUND:

Im Vorlauf zum Wettbewerb wurden in einem europaweiten Verfahren geeignete Ingenieur- und/oder Architekturbüros ermittelt. Die Auswahl der Teilnehmer erfolgte auf Grundlage von festgelegten Eignungskriterien, wie etwa Erfahrungen im Brückenbau. Bei der Erstellung der Auslobungsunterlage waren die Ingenieurkammer wie auch die Architektenkammer (AKS) des Saarlandes eingebunden.