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Weiterentwicklung der Universität der Großregion zu einer „Europäischen Universität“

Pressemitteilung vom 19.03.2018 - 15:05 Uhr

Die Landesregierung will die Weiterentwicklung der Universität der Großregion (UniGR) zu einer „Europäischen Universität“ im Sinne des Vorschlages der französischen Präsidenten Emmanuel Macron auf politischer Ebene unterstützen.

„Ich bin ich der festen Überzeugung, dass es an uns liegt, das Europa, das wir uns für die Zukunft wünschen, mit Leben zu erfüllen, indem wir es aktiv zu einem souveränen, geeinten und deutlich demokratischeren Europa umbauen. Hierfür brauchen wir gut und vor allem europäisch ausgebildete junge Menschen, denn was Europa am stärksten zusammenhält, wird immer neben der Kultur das Wissen sein. Ich unterstütze daher nachdrücklich die von Herrn Präsidenten Macron im Rahmen seiner Sorbonne-Rede formulierte Vision eines Europäischen Bildungsraums bis 2025, die von der Europäischen Kommission aufgegriffen und auf dem europäischen Gipfel in Göteburg begrüßt wurde. Vor allem sein Vorschlag zur Gründung „Europäischer Universitäten“, die auf transnationalen Hochschulnetzwerken basieren, ist von herausragender Bedeutung, weil Hochschulen in Lehre und Forschung den entscheidenden Beitrag zur Bildung junger Europäer und Europäerinnen und zur zukunftsfähigen Entwicklung unseres Kontinents leisten.“, sagte Ministerpräsident Tobias Hans. „Die Universität der Großregion (UniGR) als Pionier und Leuchtturm interregionaler, grenzübergreifender Hochschulzusammenarbeit ist geradezu prädestiniert dazu, sich zu einer „Europäischen Universität“ weiter zu entwickeln!“

Die UniGR biete hierzu als auf langjährige Erfahrungen aufbauender und besonders erfolgreicher Universitätsverbund von sechs Partneruniversitäten aus vier Ländern mit einer eigenen Rechtsform, gemeinsamer Verwaltungsstruktur und strategischen Entwicklungsplanungen allerbeste Voraussetzungen.

Das Netzwerk umfasst 132.500 Studierende und über 10.000 Lehrende und Forschende. Neben exzellenten ausgewählten Forschungsschwerpunkten, vielfältigen gemeinsamen Forschungsprojekten, Studierenden und Doktoranden, denen der europäische UniGR-Doktortitel die Chance eröffnet, den grenzüberschreitenden Charakter ihrer Forschungsarbeiten aufzuwerten, zeichnet sich der Verbund durch die hohe Zahl von bisher 18 integrierten, mehrsprachigen Studiengängen mit Doppel- und Mehrfachabschlüssen in den unterschiedlichsten Fachbereichen aus. Ein gemeinsamer Studierendenausweis und Mobilitätserleichterungen innerhalb des Verbundes runden das überzeugende Bild ab.

Dies alles belege eindrucksvoll, dass die Großregion mit der UniGR den am stärksten integrierten Verbund grenzüberschreitender Universitäten in ganz Europahabe. Die UniGR verfüge damit über die entscheidenden Voraussetzungen für eine „Europäische Hochschule“, die es Studierenden und Forschern ermöglichen soll, europäische Erfahrungen zu sammeln und eine umfassende Anerkennung ihrer Abschlüsse sicherzustellen, so Hans.

Letztlich zeige sich dies auch durch die langjährigen Kooperationserfahrungen der UniGR-Partnerhochschulen von nunmehr bereits 34 Jahren.

Bereits 1984 haben diese mit Unterzeichnung der Charte de Coopération den Beginn einer strukturell organisierten grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gelegt. Diese Pionierleistung wurde weiter vorangetrieben mit dem durch das INTERREG-Programm der EU und durch die beteiligten Regionen geförderten Projekt zur Gründung eines festen Universitätsverbundes, der UniGR. Bereits im Laufe der Projektlaufzeit von 2008 bis 2013 erfuhr die UniGR besondere Anerkennung als Pilotprojekt zur Schaffung eines Europäischen Hochschulraumes durch die Generaldirektion Regionalpolitik, der EU-Kommission. In einem umfassenden Beitrag in der 2011 veröffentlichten Broschüre „Europäische Territoriale Zusammenarbeit – Brücken bauen zwischen Menschen“ und dem dazugehörigen Werbefilm über die UniGR wurde diese als Musterbeispiel für die Entwicklung eines grenzüberschreitenden europäischen Hochschulraums gewürdigt. Nach Abschluss der Projektphase und positiver Evaluation durch die „European University Association“ wurde die weitere Verstetigung und der Ausbau der Zusammenarbeit mit der 2015 erfolgten Gründung einer eigenen Rechtspersönlichkeit in Form eines Vereins nach luxemburger Recht weiter vorangetrieben.

Aufgrund dieser langjährigen Erfahrungen verfüge die UniGR auch über beste Voraussetzungen, die bei der Gründung einer „Europäischen Universität“ zwangsläufig auch auftretenden Probleme erfolgreich zu meistern.

Eine der überzeugenden aktuellen Entwicklungen des Verbundes sei der zum WS 2017/2018 eingerichtete interdisziplinäre und weltweit einzigartige Masterstudiengang Border Studies, hob der Ministerpräsident hervor. Es handele sich dabei um einen gemeinsameninternationalen Studiengang über zwei Jahre, in dem die Komplexität wirtschaftlicher, politischer, sozialer und kultureller Themen von Grenzen und Grenzregionen in Europa und der ganzen Welt behandelt werden. Die mehrsprachigen Lehrveranstaltungen finden an vier Partneruniversitäten der UniGR statt. Nach einem erfolgreichen Studienabschluss erhalten die Studierenden ein von den vier Universitäten gemeinsam ausgestelltes Zeugnis.

Für seine strategische Weiterentwicklung hat sich der Verbund die gemeinsame Vision einer „Europäischen Universität“ zum Ziel gesetzt. Erste konkrete Planungen und Eckpunkte zu Inhalten und den erforderlichen Umsetzungsschritten liegen vor und werden derzeit innerhalb der UniGR diskutiert und weiter ausgearbeitet.

„Es ist mir daher ein besonderes Anliegen, der UniGR auf ihrem Weg nicht nur die politische Unterstützung des Saarlandes zuzusichern, sondern mein Bemühen geht dahin, unseren Partnern in der Großregion vorzuschlagen, dass wir auf dem anstehenden Treffen des Gipfels der Großregion im Juni eine gemeinsame politische Erklärung für eine Unterstützung der UniGR auf ihrem Weg hin zu einer „Europäischen Universität“ verabschieden. Die Partner in der Großregion sollten ihr damit die notwendige politische Rückendeckung für die weiteren ambitionierten Entwicklungsschritte und die hierfür zu führenden Gespräche mit der EU zukommen lassen.“, so Tobias Hans.

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