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Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
 

Innenstaatssekretär Christian Seel überreicht Hans-Ludwig Bernardi und Karl-Heinz Groß aus Saarbrücken das Bundesverdienstkreuz

Innenstaatssekretär Christian Seel hat im Rahmen einer Feierstunde am Donnerstag, den 23. August 2018, Hans-Ludwig Bernardi und Karl-Heinz Groß aus Saarbrücken mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.

Christian Seel (Innenstaatssekretär), Hans-Ludwig Bernardi, Charlotte Britz (Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken) und Karl-Heinz Groß (v.l.)
Christian Seel (Innenstaatssekretär), Hans-Ludwig Bernardi, Charlotte Britz (Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Saarbrücken) und Karl-Heinz Groß (v.l.)

Hans-Ludwig Bernardi hat sich um die saarländische Bauwirtschaft, insbesondere mit seinem Einsatz für die Imageverbesserung der Bauwirtschaft, für ein Miteinander von Industrie und Handwerk sowie für die Fachkräfte- und Qualitätssicherung im Handwerk stark gemacht und aufgrund seines Engagements das Bundesverdienstkreuz verdient.

Karl-Heinz Groß erhält die Auszeichnung auf Grund seines ehrenamtlichen Engagements im Saarländischen Pferdesportverband, in der Deutschen Reiterlichen Vereinigung sowie im Kuratorium der Freunde der Universität des Saarlandes.

Zum ehrenamtlichen Engagement von Hans-Ludwig Bernardi:

Bernardi zeichnete sich als langjähriger Geschäftsführer der Bernardi Bauunternehmung GmbH durch sein vielfältiges ehrenamtliches Engagement aus, in seiner Funktion als Präsident des Arbeitgeberverbandes (AGV) Bau Saar von 1997 bis 2016 und Vizepräsident der Saarländischen Unternehmensverbände war er bekannt für seinen konsequenten Einsatz für die Bauwirtschaft.

In besonderem Maße trat er für eine Imageverbesserung der Bauwirtschaft, für ein Miteinander von Industrie und Handwerk, für eine Fachkräfte- und Qualitätssicherung im Handwerk sowie für einen fairen und seriösen Wettbewerb ein.

Ein wichtiger Meilenstein in seiner Zeit als Präsident des AGV Bau Saar ist hierbei zweifelsohne der 2011 fertiggestellte Neubau der Außenstelle des Ausbildungszentrums, mit dem auch in Zeiten sinkender Lehrlingszahlen ein deutliches Zeichen für eine attraktive Ausbildung im Saarländischen Baugewerbe gesetzt worden ist.

Auch die Neuausrichtung und der gebäudetechnische sowie strukturelle Umbau der Geschäftsstelle des AGV Bau Saar mit dem Ergebnis einer zielgerichteten

Mitgliederorientierung unter Einsatz modernster Kommunikationswege fallen in seine Amtszeit.

Ein Doppelverband mit Industrie und Handwerk wie der AGV Bau Saar stellt an seinen Präsidenten besondere Anforderungen und verlangt ein hohes Maß an Bereitschaft und Präsenz sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene.

Hier war und ist er überzeugt von der Philosophie der Mischverbandsstruktur. Dafür hat er sich auf Bundesebene bei beiden Spitzenverbänden stets eingesetzt und gekämpft.

Auch hinsichtlich des Fachkräftemangels engagierte er sich unter anderem als Initiator der Ausbildungskampagne „Azubi am Bau" und den begleitenden Infotagen auf der Lehrbaustelle für die Gewinnung des Berufsnachwuchses in der Bauwirtschaft. Ein weiteres Thema war das Bekenntnis zu Qualität, fairem und seriösem Wettbewerb sowie der Kampf gegen den „Pfusch am Bau", der im Jahr 2005 mit der Einführung der „Meisterhaft-Kampagne" im Saarland offiziell aufgenommen wurde.

Erwähnenswert sind aber auch seine weiteren ehrenamtlichen Tätigkeiten, wie beispielsweise sein Engagement in verschiedenen Gremien des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, als Mitglied im CDU-Wirtschaftsrat, als ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht, als Mitglied im Förderkreis „Stadtmitte am Fluss" und als vereidigter Sachverständiger der Handwerkskammer des Saarlandes.

Zum ehrenamtlichen Engagement von Karl-Heinz Groß:

Groß ist seit vielen Jahrzehnten sowohl im saarländischen Reitsport als auch überregional engagiert. Bereits 1980 begann seine Vorstandstätigkeit im Präsidium des Pferdesportverbandes Saar. Ab 1994 bis 2015 setzte er sich als Präsident für die Belange seines Verbandes und seiner Mitglieder ein. 2015 wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Seit 2001 bis heute ist er Finanzkurator und Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, dem Dachverband für Pferdesport und Pferdezucht in Deutschland. Im Jahr 2010 übernahm er zudem die Funktion des Schatzmeisters des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei.

Seine Verdienste um den Pferdesport wurden auch bereits an anderer Stelle gewürdigt. Im Jahr 2000 erhielt er das Deutsche Reiterkreuz der Fédération Equestre Nationale (FN) in Silber, 2011 das Deutsche Reiterkreuz der FN in Gold sowie im Dezember 2014 die Sportplakette des Saarlandes.

Von 2009 bis 2015 gehörte er dem Präsidium des Landessportverbandes an und ist seit 2009 bis heute Mitglied der Sportplanungskommission.

Hinzu kommt seine ehrenamtliche Tätigkeit als Schatzmeister des Golf-Clubs Saarbrücken von 1994 bis 2003. Seit 2013 ist er im Vorstand der Stiftung deutscher Spitzenpferdesport und Mitglied im Stiftungsrat der Sportstiftung Saar.

Ebenso erwähnenswert ist sein Engagement im Kuratorium der Freunde der Universität des Saarlandes von 1995 bis 2014 und als Vorstandsmitglied der Deutsch-Französischen-Gesellschaft. Zudem ist er Mitglied im Programmbeirat von Radio „Salü" sowie seit 2010 auch Mitglied im Medienrat.

Ein besonderes Anliegen war ihm von 2004 bis 2016 sein Engagement im Business Angels Netzwerk (BANS). Hier sind erfolgreiche Unternehmer und Manager engagiert, die jungen innovativen Unternehmen während der Gründung oder in der Wachstumsphase mit Rat und finanziellen Mitteln zur Seite stehen.

Allgemeines zur Auszeichnung:

Der Bundesverdienstorden wurde 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet, zwei Jahre nachdem das Grundgesetz verkündet worden war, die ersten Wahlen zum Bundestag nach Kriegsende stattgefunden hatten und die erste Bundesregierung mit Konrad Adenauer an der Spitze gebildet worden war.

Mit der Stiftung des Ordens schickte die junge Bundesrepublik sich an, politische und wirtschaftliche, soziale und geistige Leistungen sowie besondere Verdienste um die Bundesrepublik Deutschland beziehungsweise um das Gemeinwohl zu ehren, also das Wirken ihrer Bürgerinnen und Bürger, die den Staat ausmachen, ins Rampenlicht zu rücken.

Seit nunmehr mehr als 65 Jahren haben namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur sowie zahllose Bürgerinnen und Bürger, die in ihrem direkten Umfeld politisch oder sozial wirkten, diese höchste Anerkennung erhalten, die unser Land verleihen kann.

„Die Verleihung des Verdienstordens macht deutlich, wie sehr unser Land die Leistungen seiner Bürgerinnen und Bürger schätzt, die sich für das Gemeinschaftsleben positiv eingebracht haben, und sie ist ein ebenso schöner wie wirksamer Weg, den Blick auf Verdienste zu lenken, die für unser Gemeinwesen von großer Bedeutung sind.", erklärte Innenstaatssekretär Seel in seiner Laudatio.