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Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Gesundheitsbranche ist Schwerpunkt der Wirtschaftsministerkonferenz

Pressemitteilung vom 07.06.2018 - 14:00 Uhr

Das Saarland ist in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge Vorsitzland der Wirtschaftsministerkonferenz, die am 27. und 28. Juni in der Seezeitlodge am Bostalsee stattfindet. Ein Themenschwerpunkt wird die Zukunft der Gesundheitswirtschaft sein.

„Sowohl bundesweit als auch im Saarland entwickelt sich der Gesundheitssektor mehr und mehr zur Wachstumsbranche. Allein im Saarland sind 85.000 Menschen im Gesundheitsbereich beschäftigt – damit ist dieser Wirtschaftszweig ein echter Jobmotor und hat eine besonders große arbeitsmarktpolitische Bedeutung für uns. Allerdings steht die Branche zahlreichen Herausforderungen gegenüber, etwa dem demografischen Wandel und dem damit verbundenen wachsenden Fachkräftebedarf. Gemeinsam mit den Ländern erarbeiten wir daher bei der Konferenz Strategien, um die deutsche Gesundheitswirtschaft zukunftsfest zu machen“, sagte die Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz, Anke Rehlinger.

Zum Schwerpunkt Gesundheitswirtschaft stehen folgende Punkte auf der Tagesordnung:

  • Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft;
  • Nationale Austausch- und Vernetzungsstrategien in der Gesundheitswirtschaft;
  • Transfer- und Markteintrittsförderung von Innovationen in der Medizintechnik;
  • Fachkräftesicherung, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen in Berufen der Gesundheitswirtschaft;
  • Verbesserung des Marktzugangs, Förderung des Exportniveaus.

Vor allem die Fachkräftesicherung im Pflegesektor samt stationärer und ambulanter Versorgung sowie der drohende Fachkräfteengpass in Berufen des Gesundheitshandwerks und der Gesundheitsindustrie sieht die Ministerin als zentrale Handlungsfelder. „Hier braucht es sowohl länderübergreifende als auch ressortübergreifende Initiativen.“ Die Chancen der Digitalisierung dürften nicht ungenutzt an der Gesundheitsbranche vorbeiziehen, etwa im Bereich von Ambient Assisted Living oder durch die Automatisierung von Produktionsprozessen in der Gesundheitsindustrie. Ziel sei es auch, Förderinstrumente auf den Weg zu bringen und die Verzahnung der Länder auf dem Gebiet der Gesundheitswirtschaft voranzutreiben. Hier könne der saarländische Gesundheitssektor als Beispiel für eine eng vernetzte Branche vorangehen. Mit einem Anteil von 12,9 Prozent an der Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft ist die Gesundheitswirtschaft im Saarland im Übrigen überdurchschnittlich stark. Im Bundesschnitt liegt der Anteil bei rund 12 Prozent.

Im Vorgriff auf die Wirtschaftsministerkonferenz ist Anke Rehlinger bereits am Freitag, 8. Juni, beim Hauptstadtkongress Gesundheit zu Gast. In Berlin besucht sie zunächst die im Rahmen des Kongresses stattfindende Gesundheitsmesse. Anschließend sitzt die Wirtschaftsministerin mit ihren Amtskollegen Dr. Volker Wissing aus Rheinland-Pfalz und Harry Glawe aus Mecklenburg-Vorpommern sowie der Berliner Wirtschaftssenatorin Ramona Pop bei einer Diskussionsrunde zur Gesundheitswirtschaftspolitik auf dem Podium. „Auch dort wird die Wirtschaftsministerkonferenz sicher ein Thema sein“, so Anke Rehlinger.