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Ministerium für Inneres, Bauen und Sport
 

Eröffnung des Einsatztrainingszentrums der saarländischen Polizei in Göttelborn

Offiziell hat Innenminister Klaus Bouillon am Donnerstag, 18.10.2018, das neue Einsatztrainingszentrum (ETZ) für die Aus- und Fortbildung der Vollzugspolizei des Saarlandes in Göttelborn eröffnet. Ziel der Einrichtung ist es, praktische und realitätsnahe Übungen zu ermöglichen, um insbesondere in stressbelasteten Hochrisikolagen ein professionelles polizeiliches Handeln zu gewährleisten.

Minister Bouillon mit dem Vzepräsidenten der saarländischen Polizei, Hugo Müller, bei der Eröffnung des Einsatztrainingszentrums.
Minister Bouillon mit dem Vzepräsidenten der saarländischen Polizei, Hugo Müller, bei der Eröffnung des Einsatztrainingszentrums.

Minister Bouillon: „Mit Blick auf die zunehmende Verschärfung der Sicherheitslage durch den internationalen Terrorismus muss eine situationsspezifische Aus- und Fortbildung angeboten werden. Insbesondere für die Zielgruppe, die als erste am Einsatzort ankommt, wie die örtlichen Kräfte der Vollzugspolizei."

Am 01. August 2018 wurde das Gebäude dem Ministerium für Inneres, Bauen und Sport übergeben und das Mietverhältnis mit dem Bauträger Strukturholding Saar GmbH (SHS) begonnen. Mit den vielfältigen Trainingsmöglichkeiten innerhalb des hochmodernen ETZ will der Innenminister zur Stärkung der Sicherheitsarchitektur im Saarland beitragen und die Polizistinnen und Polizisten zu weiteren Trainingseinheiten motivieren.

„Ich freue mich sehr, dass wir jetzt an diesem Standort dieses hochmoderne Einsatztrainingszentrum eröffnen dürfen", sagt der Innenminister. „Hier wird sich zukünftig die saarländische Polizei auf den Ernstfall vorbereiten. Das erste ETZ im Saarland ist eine sehr gute und zukunftsorientierte Investition!"

Das Gebäude ist mit den durch die Fachhochschule für Verwaltung (FHSV) beauftragten technischen und sachlichen Ausstattungskomponenten wie beispielsweise den Matten für den Budo-Bereich (Vermittlung von Abwehr- und Zugriffstechniken), Mobiliar, IT- und Seminartechnik für die Schulungs- und Arbeitsbereiche, einer Teilmöblierung der Szenenflächen für das Einsatztraining sowie den grundlegenden Zentralkomponenten für die unterstützende Audio- und Videotechnik vervollständigt worden.

Um alle Möglichkeiten des neuen ETZ und seiner Ausstattung für die Qualifizierung der Vollzugspolizei nutzen zu können, werden nach Aufnahme des Betriebs im Studienjahr 2018/2019 aufgrund der dann gewonnenen praktischen Erfahrungen insbesondere mit der neuen Video-, Audio- und Effekttechnik und den sonstigen Rahmenbedingungen die vorhandenen Szenarien in den kommenden Monaten fortgeschrieben, neue Trainingsszenarien entwickelt und die Ausstattung komplettiert.

Zu Beginn des Projektes Ende 2016 wurde für die Mietberechnung für das neue ETZ (Vermieter SHS, Mieter Ministerium/Fachhochschule) als Baukostenobergrenze die Bausumme von maximal 4.800.000 Euro brutto vorgegeben.

Dieses Ziel wird mit den vorliegenden, tatsächlichen Baukosten in Höhe von etwa 4.300.000 Euro brutto deutlich unterschritten.

Zu den der Mietberechnung zugrundeliegenden Baukosten waren für mieterspezifische Einbauten, Gewerke und Beschaffungen einmalige Mittel in Höhe von rund 750.000 Euro veranschlagt. Nach derzeitigem Stand der Ausschreibungen und Beauftragungen wird auch dieser Kostenrahmen nicht überschritten.

Innerhalb des vorgegebenen knappen Zeitrahmens wie auch des vorgegebenen Kostenrahmens ist es gelungen, ein ETZ zu errichten, das für die Aus- und Fortbildung im Einsatztraining für die saarländische Polizei dem bundesweiten Vergleichen standhält und bundesweiten Standards entspricht.

Minister Bouillon ist zufrieden: „Mit der Inbetriebnahme des ETZ und der deutlichen Anhebung der Stundensätze für das Integrierte Einsatztraining in der Ausbildung der Kommissaranwärterinnen und -anwärter und der Ausweitung der Fortbildungsmaßnahmen der saarländischen Polizeivollzugsbeamtinnen und -beamten im Einsatztraining wurden so die Voraussetzungen geschaffen, unsere Vollzugspolizei im Hinblick auf das Einschreiten in gefährlichen Situationen zum Schutze der Bevölkerung zu professionalisieren und die Eigensicherungsfähigkeiten unserer Polizistinnen und Polizisten nachhaltig zu verbessern."