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Kultur
 

Minister Commerçon macht Pingusson-Gebäude und Sendeanlage Europe 1 zu Veranstaltungsorten im Europäischen Kulturerbejahr 2018

06.06.2018 -

Der saarländische Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr (ECHY) ist das Projekt „Resonanzen – Die langen Wellen der Utopie“ mit Veranstaltungen rund um herausragende Beispiele der Baukultur aus der Zeit unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Bei dem Projekt werden zentrale Baudenkmäler wie der Langwellensender „Europe 1“ und das Pingusson-Gebäude, die von Georges Henri Pingusson entworfene ehemalige französische Botschaft, bespielt.

Sender Europe 1 © Alexander M. Groß
Sender Europe 1 © Alexander M. Groß

Das Saarland verfügt über herausragende Beispiele der Baukultur aus der Zeit unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Das Projekt „Resonanzen – Die langen Wellen der Utopie“ setzt sich zum Ziel, diese Architektur wieder im Alltag eines breiten Publikums zu verankern. Das Projekt widmet sich der Aufarbeitung, Inszenierung und Vermittlung dieses architektonischen Kulturerbes.

So wird unter anderem die Präsentation der Publikation „Ehemalige französische Botschaft“ stattfinden. Diese ist im Rahmen eines Workshops zwischen der École Nationale Supérieure d’Architecture de Versailles, der Fakultät für Architektur der HTW und des Landesdenkmalamtes entstanden und wird am Montag, 11. Juni, 14:30 Uhr, im Pingusson-Gebäude in der Hohenzollernstraße, 66117 Saarbrücken, vorgestellt (Eingang über den Park).

Der Pingusson-Bau samt Park ist ebenfalls Veranstaltungsort des deutsch-französischen Literatur- und Open-Air-Filmabends „Grand Est – Petit Ouest und La Sarre plein feu“. Er wurde in Kooperation mit dem Saarländischen Künstlerhaus und dem Saarländischen Filmbüro organisiert und findet am Samstag, 28. Juli, 20:00 Uhr, statt.


Die Künstlergruppe Liquid Penguin entwickelt eine Performance unter dem Titel „Radio Élysée lâcher la terre – Fall ins All”. Diese basiert auf dem bereits bekannten Hörspiel „Radio Élysée” und wird:

am Donnerstag, 9. August, 20:00 Uhr, im Pingusson-Gebäude
       
und

am Samstag, 11. August, 20:00 Uhr, im Sender Europe 1 (Ittersdorferstraße 101, 66802 Überherrn)

aufgeführt.


Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist die Ausstellung „Resonanzen. Architektur im Aufbruch zu Europa 1945-1965“.

Sie dokumentiert das von französischen Architekten in einer Schlüsselphase europäischer Entwicklungen geschaffene Kulturerbe im Saarland und der Großregion. Die Ausstellung lädt vom 29. September bis 30. November dazu ein, sich intensiv mit den ästhetischen und politischen Dimensionen dieser Bauten auseinanderzusetzen und ihrem utopischen Potential nachzuspüren. Baukulturelle Zeugnisse werden dabei in den Kontext gesellschaftlicher und politischer Architekturen gestellt.

Öffnungszeiten Ausstellung / Erzähl-Café / Garten: Di.-So. 11:00-17:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.


Unter dem Titel „Erinnerung und Aufbruch. Das europäische Kulturerbe im Saarland nach 1945“ findet seit April jeweils mittwochs um 18:00 Uhr eine Ringvorlesung statt. Die insgesamt acht Vorträge entwerfen ein breites kulturhistorisches Panorama der Wiederaufbaujahre und finden ebenfalls im Pingusson-Bau, der ehemaligen französischen Botschaft in Saarbrücken, statt. Noch bis zum 11. Juli kann jeder an der öffentlichen Vortragsreihe teilnehmen. Der Eintritt zu allen Vorträgen ist frei. Der nächste Vortrag unter dem Titel „Saarbrücken und Mainz, Stadtutopien der Besatzungszeit“ ist am Mittwoch, 13. Juni, 18:00 Uhr.

Die Veranstaltungen im Kulturerbejahr sind Teil des Projekts „Pierres Numériques/ Digitale Steine" des Programms Interreg V A – Großregion. Und werden zudem mit Fördermitteln des Bundes unterstützt.

  • Dossier Resonanzen (PDF 0,31 MB)