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Landesbetrieb für Straßenbau
 

Landesbetrieb für Straßenbau für den Winterdienst gerüstet

Medieninformation vom 13.11.2018

13.11.2018
Das Foto zeigt ein als Sole-Sprayer ausgerüstetes Fahrzeug
Das Foto zeigt ein als Sole-Sprayer ausgerüstetes Fahrzeug

Der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) hat die Sommer- und Herbstmonate wieder genutzt, um sich auf den bevorstehenden Winterdienst auf rund 2200 Kilometern Straßen einzurichten. Fuhr- und Gerätepark sind gewartet. Das Personal hat in Fahrsicherheitstrainings Einsätze unter schwierigen Rahmenbedingungen simuliert. 128 Fahrer haben an den Trainingseinheiten teilgenommen, 32 mit Transportfahrzeugen, 48 mit PKW und 48 mit LKW. Personaleinsatzpläne für die Rufbereitschaft oder Schichtdienste sind unter Dach und Fach.

Die insgesamt 38 eigenen Winterdienstfahrzeuge des LfS werden in der kommenden Saison von 39 Fahrzeugen privater Unternehmen unterstützt.

Umfang des Winterdienstes und der Streugutbedarf sind nach wie vor keine konstant kalkulierbare Größen. In den letzten Jahren haben wir im Saarland zwischen 5.600 und 36.000 Tonnen Salz für den Winterdienst eingesetzt. Eine Bedarfsprognose  für den bevorstehenden Winter lässt sich angesichts der topografischen Rahmenbedingungen und nicht kalkulierbarer Wetterlagen auch in diesem Jahr nicht verlässlich abgeben. In den 8 Meistereibezirken herrschen uneinheitliche Witterungsbedingungen.

Zwischen der mit 695 Metern höchsten Stelle des Landes bei Weiskirchen und der mit 154 Metern niedrigsten Stelle des Landes im Saartal liegen nur 16 Kilometer Entfernung. Während entlang der Saar vielfach Temperaturen über dem Gefrierpunkt herrschen, verursachen zweihundert Meter Höhenunterschied in den Kreisen Merzig und Saarlouis häufig winterliche Straßenverhältnisse im Grenzraum zu Lothringen und Luxemburg. Auch in zentralen Lagen im Lande -wie zum Beispiel der Göttelborner Höhe- kommt es immer wieder zu Wintereinbrüchen, die man im 6 Kilometer entfernten Heusweiler nicht bemerkt.

Daher muss sich der Landesbetrieb alljährlich auf alle denkbaren Szenarien einstellen. In landesweit 23 Standorten sind rund 21.000 Tonnen Streusalz eingelagert worden. Hinzu kommen 5.000 Tonnen im Sonderlager in Perl. Davon sind 3.000 Tonnen für kooperierende Kommunen vorgesehen.

Die in der Winterperiode 2013/2014 erstmalig eingesetzten „Sprayer“-Fahrzeugen haben sich inzwischen über mehrere Saisons bewährt. Insgesamt 9 vor allem auf Autobahnen eingesetzte Fahrzeuge sind für das Sprühen von in Anlagen des LfS selbst hergestellter Natriumchlorid-Sole ausgerüstet. Diese Methode verspricht bei feuchter Witterung und Temperaturen von bis zu minus 6 Grad Celsius ein hohes Maß an Verkehrssicherheit bei geringem Ressourcenverbrauch.

Der Winterdienst des LfS erstreckt sich auf saarländische Autobahnen, sowie die Bundes- und Landstraßen außerhalb geschlossener Ortslagen. Für das Räumen und Streuen der Ortslagen sind grundsätzlich die Kommunen verantwortlich. Hier wirkt der LfS auf freiwilliger Basis und nach Abschluss entsprechender Vereinbarungen unterstützend. 33 Kommunen haben für den bevorstehenden Winter Vereinbarungen mit dem Land geschlossen und ihm damit den Winterdienst auf den innerörtlichen Bundes- und Landstraßen übertragen. Neben der Landeshauptstadt Saarbrücken werden allerdings die Kommunen Bexbach, Friedrichsthal, Großrosseln, Heusweiler, Homburg, Illingen, Kleinblittersdorf, Mandelbachtal, Merchweiler, Neunkirchen, Püttlingen, Riegelsberg, Saarlouis, Schiffweiler, Spiesen-Elversberg, St. Ingbert, Sulzbach und Völklingen den Winterdienst auf allen innerörtlichen Straßen komplett in eigener Regie durchführen.