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Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
 

Ein kulturgeschichtliches Kleinod wird auf Vordermann gebracht – Umweltministerium fördert Sanierung der Dorfkapelle Primstal mit 16.400 Euro

04.05.2018
Die Finanzierung der Dorfkapelle steht, von links: Bürgermeister Dr. Franz Josef Barth, Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer und der stellvertretende Ortsvorsteher von Primstal, Klaus Kuhn. Foto: Ernst Koch
Die Finanzierung der Dorfkapelle steht, von links: Bürgermeister Dr. Franz Josef Barth, Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer und der stellvertretende Ortsvorsteher von Primstal, Klaus Kuhn. Foto: Ernst Koch

Die kleine Kapelle am Friedhof in Primstal ist ohne Zweifel ein kulturgeschichtliches Kleinod, dem eine besondere Bedeutung für das Dorfleben und die Dorfgemeinschaft in Primstal zukommt: Sie steht mit ihrer Entstehungsgeschichte sinnbildlich für bürgerschaftliches Engagement im Dorf, und sie ist bis heute ein wichtiger Teil der dörflichen Gemeinschaftsinfrastruktur. Seit Jahrzehnten wird die Kapelle in Eigenregie von der Dorfbevölkerung gepflegt und vielfältig für verschiedene spirituelle, kirchliche und musische Zwecke genutzt.
Im Laufe der Jahre ist an der Kapelle jedoch ein nicht unerheblicher Sanierungsbedarf entstanden, der Bestand und Funktion dauerhaft gefährdet. Dies betrifft insbesondere Fenster und Türen, die Dacheindeckung, die Fassade, den Innenanstrich wie auch die Zugangstreppe. Die Sanierung wird aus Mitteln des Programms „Nachhaltige Dorfentwicklung“ gefördert. Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer hat jetzt dem Nonnweiler Bürgermeister Dr. Franz Josef Barth einen Zuwendungsbescheid über rund 16.400 Euro überreicht.

„Ich freue mich, dass wir mit unseren Fördermitteln auch die hohe Bereitschaft der Bürger, sich für ihren Ort zu engagieren, belohnen können. Viele Primstaler wollen bei der Sanierung mit Hand anlegen. Die Kapelle ist also nach wie vor ein Symbol für die funktionierende Gemeinschaft in Primstal. Mit dem Sanierungsprojekt wird diese sicherlich noch gestärkt“, so der Staatssekretär.

„Die Dorfkapelle am Friedhof ist vielen Primstaler Bürgern ans Herz gewachsen und für sie ein Ort der Besinnung und Ruhe“, hob Bürgermeister Barth hervor. „Ich freue mich, dass die Renovierung der Kapelle durch Eigenleistung der Dorfbevölkerung mit Unterstützung des Umweltministeriums ermöglicht wird.“

Besonders sehenswert sind der geschnitzte Altar aus dem Jahr 1897, der von seinem ursprünglichen Standort in Wadern-Rathen für damals 160.000 Franken nach Primstal gebracht wurde, sowie die aus dem Jahr 1985 stammenden Statuen des heiligen Josef und der Muttergottes von Banneux. Zusammen mit dem Bauwerk selbst, unterstreichen diese den Wert der Kapelle als Teil des dörflich-kulturellen Erbes in Primstal und der Gemeinde Nonnweiler insgesamt.

Folgende Sanierungsmaßnahmen stehen an:

• Erneuerung defekter Dachziegel, der Dachrinne und der Ortgänge im Giebelbereich
• Austausch einzelner Fensterscheiben
• Austausch der maroden Holztüren im Erdgeschoss
• Anstrich der kompletten Außenfassade samt Fensterrahmen sowie Sanierung der Fensterbänke
• Teilsanierung des Treppenaufgangs und –geländers im Außenbereich
• Zurückschneiden bestehender Bäume und Sträucher
• neuer Anstrich des kompletten Innenbereiches.